• Zwei Ikea-Filialen streichen Pommes aus Klimaschutzgründen von der Speisekarte
  • Große Aufregung in der Kundschaft - Vorwürfe der "Umerziehung"
  • Schafft Ikea-Filiale Nürnberg/Fürth ebenfalls die Fritten ab?

Bereits zwei Ikea-Filialen in Deutschland haben Pommes aus ihrem gastronomischen Angebot genommen. Laut dem Möbelkonzern sei es eine "kleine Idee mit großer Wirkung", denn eine Portion Pommes verursache in der Verarbeitung und Zubereitung über viermal so viel CO₂ wie eine Portion Salzkartoffeln.

Zwei Ikea-Filialen verzichten auf Pommes: Ist Nürnberg/Fürth als Nächstes an der Reihe? 

Viele Menschen zeigten sich in den sozialen Medien jedoch darüber empört, andere äußerten wiederum Verständnis. Einige sprachen sich sogar für einen Boykott des Unternehmens aus. "Ich verzichte bewusst auf Läden, die mich belehren und bevormunden wollen. Ich will als mündiger Kunde behandelt werden, und nicht als Erziehungsobjekt", schrieb der umstrittene Blogger Boris Reitschuster auf Twitter

Auf Nachfrage von inFranken.de betonte eine Sprecherin von Ikea, dass von allen 54 Einrichtungshäusern in Deutschland, nur die Ikea-Filialen Würzburg und Bremerhaven keine Pommes anbieten würden. Es gebe keine Pläne, das Gericht aus dem kompletten deutschen Sortiment zu nehmen.

Dementsprechend gebe es auch in der Filiale Nürnberg/Fürth weiterhin Pommes. Sie seien aber "kein fester Bestandteil des nationalen Angebots". Letztlich würde es den lokalen Standorten obliegen, Pommes als Teil des gastronomischen Angebots vor Ort zu erklären oder eben nicht. 

Ikea-Statement: "Liegt uns fern, Kundinnen und Kunden zu belehren"

"Grundsätzlich möchten wir bei Ikea unsere Kundinnen und Kunden bei einer gesünderen und nachhaltigeren Lebensweise unterstützen. Es liegt uns fern, Kundinnen und Kunden zu belehren und uns geht es nicht darum, unser Lebensmittelangebot einzuschränken, sondern es um viele gesündere und umweltbewusstere Optionen zu ergänzen und unseren Kundinnen und Kunden die Wahl zu überlassen", so die Sprecherin. 

Deshalb würden beispielsweise auch die "beliebten Köttbullar" in der klassischen Variante aus Fleisch, aber auch in einer vegetarischen und veganen Variante angeboten werden.

Grundsätzlich würde sich das Speise- und Lebensmittelangebot bei dem Möbelkonzern Ikea "kontinuierlich weiterentwickeln". Dabei würden sich die jeweiligen Filialen letztendlich danach richten, was sich die Kundschaft wünsche, so die Ikea-Sprecherin. 

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