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Nürnberger Land: Weihnachtsmärkte in fünf Orten abgesagt - einer steht auf Kippe


Autor: Clara Maria Wimmer

Nürnberger Land, Dienstag, 16. November 2021

Im Nürnberger Land folgen weitere Weihnachtsmarkt-Absagen. Auch im Jahr 2021 leiden viele kulturelle Veranstaltungen weiterhin unter der Corona-Pandemie. Nur einer von sechs Weihnachtsmärkten hält noch an der Planung fest.
Die Weihnachtsmärkte im Nürnberger Land werden reihenweise abgesagt. Wie Altdorf, Burgthann, Feucht, Hersbruck, Lauf und Schwarzenbruck auf die Entwicklungen reagieren, hat inFranken.de zusammengefasst.


  • Weihnachtsmärkte im Nürnberger Land abgesagt: Fünf Märkte werden 2021 nicht stattfinden
  • Altdorf, Burgthann, Feucht, Hersbruck und Schwarzenbruck fallen aus
  • Laufer Weihnachtsmarkt: Vorsitzender hält an Planung für Markt in Lauf an der Pegnitz fest - "bis zur Konferenz"
  • Kleine Alternativen: Hier kann man im Jahr 2021 trotzdem ein bisschen Weihnachtsstimmung erhaschen

Corona-bedingte Weihnachtsmarkt-Absagen im Nürnberger Land: Nachdem kürzlich bekannt wurde, dass die Stadt Nürnberg weiterhin am traditionellen Nürnberger Christkindlesmarkt festhält, folgen im Landkreis einige Absagen. Fünf Weihnachtsmärkte im Nürnberger Land fallen 2021 aus. Nur in Lauf wolle man noch an den Planungen festhalten - vorausgesetzt Bund und Länder beschließen am Donnerstag (18. November 2021) nichts Gegenteiliges. Was vom kommenden Corona-Gipfel erwartet wird, hat eine unserer inFranken.de-Redakteurinnen hier zusammengefasst.

Nürnberger Land: So steht es um die Weihnachtsmärkte 2021

Die Weihnachtsmärkte stehen auch im Jahr 2021 unter dem Zeichen der Corona-Pandemie. Zuletzt wurden in den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Forchheim verschiedene Weihnachtsmärkte abgesagt. Auch das Nürnberger Land ist betroffen. Fünf Weihnachtsmärkte sind nun abgesagt, ein weiterer steht auf der Kippe.

Weihnachtsmärkte im Nürnberger Land 2021:

  • Altdorf: Weihnachtsmarkt fällt alternativlos aus
  • Burgthann: Weihnachtsmarkt fällt aus - kleine Alternative im Burghof
  • Feucht: Weihnachtsmarkt fällt alternativlos aus
  • Hersbruck: Weihnachtsmarkt fällt aus - kleine Alternative in Kratzers Biergarten
  • Lauf: Laufer Weihnachtsmarkt e.V. hält an Planung fest
  • Schwarzenbruck: Weihnachtsmarkt fällt alternativlos aus

Über die Gründe der vielen Absagen sind sich alle Betreiber einig: Die Corona-Zahlen lassen eine ausgelassene Weihnachtsstimmung aktuell nicht zu. Mancherorts kann man sich jedoch auf eine zumindest kleine Alternative zum traditionellen Weihnachtsmarkt-Gestöber freuen.

Altdorf, Burgthann und Feucht: So steht es um die Weihnachtsstimmung

Der Weihnachtsmarkt in Altdorf wird 2021 nicht stattfinden. Es sei bereits alles vorbereitet gewesen, sagt Bürgermeister Martin Tabor. Der Markt werde jedoch vorwiegend von Vereinen betrieben, die, "und dafür kann man auch Verständnis haben", reihenweise absagen mussten. "Deshalb waren wir gezwungen, den Weihnachtsmarkt 2021 abzusagen", so der Bürgermeister.

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In Burgthann sieht die Situation etwas anders aus: "Es wird keinen Weihnachtsmarkt in dem Sinne geben", sagt Sandra Semsch von der Gemeinde Burgthann. Man habe sich jedoch dazu entschlossen, am 12. Dezember 2021 einen "weihnachtlichen, musikalischen Sonntag" zu veranstalten. Man warte zwar auf die Regelungen des kommenden Donnerstags, geplant sei jedoch eine Veranstaltung zwischen 15 Uhr und 20 Uhr im Burghof. "Es wird keine Stände geben, nur ein kleines Bühnenprogramm, dafür aber Glühwein und Brezen", so Semsch. Es gelte außerdem 2G.

In Feucht wird der Weihnachtsmarkt alternativlos ausfallen. Schweren Herzens habe sich der Markt Feucht dazu entschlossen, den Weihnachtsmarkt in Feucht abzusagen. Grund sei der ausgerufene Katastrophenfall, die steigenden Corona-Zahlen sowie die Krankenhaus-Ampel, die seit Tagen auf Rot stehe. "Die Gesundheit jedes Einzelnen steht in dieser Situation an erster Stelle", erklärt Bürgermeister Jörg Kotzur.

Hersbruck, Lauf, Schwarzenbruck: Weihnachtliche Alternativen im Nürnberger Land

Zwar ist der Weihnachtsmarkt in Hersbruck 2021 schon länger abgesagt, der Betreiber Gerhard Kratzer lässt sich die Weihnachtsstimmung jedoch nicht ganz vermiesen. "Ich habe beschlossen, den Weihnachtsmarkt abzusagen. Die steigenden Inzidenzen sind der Wahnsinn. Ich mache allerdings einen weihnachtlichen Winterbiergarten, das wird wunderschön." Ab dem 25. November 2021 wolle er, so Kratzer, einen Winterbiergarten mit 2G-Regelung eröffnen. 

In Lauf hält man noch an den bisherigen Planungen fest. "Wir warten natürlich ab, ob Herr Söder was Neues bringt", hielt Horst Fischer schon letzte Woche im Interview fest. An diesem Stand habe sich seither nichts geändert, ausschlaggebend werde der Corona-Gipfel kommenden Donnerstag (18. November 2021) sein. Bis dato heißt das: "Wir haben kein Programm und keine Unterstände und außerdem mehr Platz", so Fischer. Am 25. November 2021 werde die Eröffnung geplant, sicher könne man sich derzeit jedoch über gar nichts sein.

"Wir in Schwarzenbruck mussten aufgrund der neusten Entwicklungen den 25. Jubiläumsweihnachtsmarkt schweren Herzens absagen", teilt Michaela Kirnberger mit. "Unsere Budenbetreiber machen das alles ehrenamtlich und stecken ein riesiges Engagement in den Markt." Die Entwicklung der Inzidenzzahlen, die vielen Leute in den Krankenhäusern und die vollen Intensivstationen seien jedoch ausschlaggebend, den Markt nun abzusagen. "Diese vermeintliche Normalität müssen wir nochmal hinten anstellen und solidarisch sein", hält Kirnberger fest.

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