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Nürnberg
Polizei ermittelt

Fränkischem Hundehasser auf der Spur: Mann brüstet sich mit Giftködern

Giftköder sind eine Gefahr in Nürnberg. Durch eine Befragung wollte die Polizei ermitteln, wie viele Hundehalter tatsächlich betroffen sind - das Ergebnis ist erschreckend. Durch eine neue Spur will die Polizei nun den Hundehasser ermitteln.
 
Immer mehr Fälle von ausgelegten Hundeködern werden der Polizei Nürnberg gemeldet. Eine neue Spur soll den Täter nun entlarven. Symbolfoto: 12019/pixabay.com
Immer mehr Fälle von ausgelegten Hundeködern werden der Polizei Nürnberg gemeldet. Eine neue Spur soll den Täter nun entlarven. Symbolfoto: 12019/pixabay.com

In Nürnberg häufen sich die Meldungen über Giftköder. Das bestätigt die Polizei inFranken.de am Mittwoch (8. Januar 2020). Deshalb führt die Nürnberger Polizei seit Anfang Dezember einen sogenannten Schwerpunkteinsatz in der Südstadt durch, der sich mit vergifteten Hundeködern beschäftigt. Die Polizei bitte um Hinweise aus der Bevölkerung.

Aktueller Todesfall in Moorenbrunn: Hund stirbt an Giftköder

Vor kurzem hatte der Fall von Hündin Mimi für Aufsehen gesorgt. Sie verblutete innerlich, weil sie in der Nürnberger Gartenstadt einen Rattengift-Köder gefressen hatte. Auf Anfrage bestätigt die Polizei Mittelfranken auch einen aktuellen Fall in Moorenbrunn in Nürnberg, bei dem ein Hund auf Grund eines Giftköders ums Leben kam.

Meldungen über Hundeköder nehmen in Nürnberg zu

Seit einigen Monaten mehren sich Mitteilungen über ausgelegte Hundeköder. Seit Oktober 2019 wurden elf Fälle zur Anzeige gebracht. Dass die Dunkelziffer jedoch viel höher ist, zeigte nun eine aktuelle Befragung der Polizei von Hundebesitzern in Nürnberg. Viele weitere Fälle wurden bekannt, die der Polizei vorher nicht gemeldet worden waren.

Als örtlicher Schwerpunkt in Nürnberg zeichnet sich der Bereich Faberpark und Castellstraße über die Hafenstraße bis hin zum ehemaligen alten Kanal südlich der Minervastraße ab.

Ausgelegte Hundeköder wurden sichergestellt und durch ein externes Institut untersucht. Ergebnisse darüber, ob es sich tatsächlich um vergiftete Köder handelt, stehen bislang noch aus.

2019 treibt ein Hundehasser sein Unwesen in St. Johannis

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Unbekannter Hundebesitzer in Angst und Schrecken versetzt: Anfang 2019 wurden in St. Johannis immer wieder Wurststücke, mit Nägeln oder Schrauben versetzt, gefunden. Ein Täter wurde aber nie gefasst.

Die Polizei verfolgt eine neue Spur - wer kennt den Hundehasser?

Dass es sich bei den aktuellen Fällen um denselben Täter wie in St. Johannis handelt, will die Polizei nicht ausschließen. Aktuell liegen der Polizei Hinweise zu dem Hundehasser vor, der derzeit in der Nürnberger Südstadt sein Unwesen treibt. Es soll sich um einen Mann mittleren Alters handeln, der sich in der Vergangenheit mit seinen Taten vor Hundehaltern gebrüstet haben soll.

Wer Angaben zu diesem Mann machen kann oder Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd unter der Telefonnummer 0911 / 9482115 in Verbindung zu setzen.