• Nürnberg mit Pilotprojekt: Tafeln dürfen impfen
  • Impfung mit Johnson & Johnson oder BioNTech
  • Staatsregierung genehmigt Aufhebung der Priorisierung für Pilotprojekt 

Ab Montag (17. Mai 2021) startet in Nürnberg ein Pilotprojekt. Die Tafeln dürfen Menschen vor Ort impfen. Die Bedürftigen sollen zunächst den Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. Zuvor hatte die Stadt wegen anhaltend hoher Inzidenzen geäußert, dass sich Corona besonders in den "benachteiligten" Stadtvierteln schnell ausbreite. 

Pilotprojekt Tafel-Impfung: Nürnberg darf Priorisierung umgehen

"Die Überlegung war, auf eine bestehende funktionierende Struktur zurückzugreifen", erklärt Andreas Franke, Leiter des Amts für Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Nürnberg gegenüber inFranken.de. Deswegen seien die Tafeln optimal für den Beginn dezentraler Impfungen geeignet. Im Vorfeld hatten Tafelgänger die Möglichkeit, sich mit Impflotsen zu unterhalten und einen Termin zu vereinbaren. Dies war in verschiedenen Sprachen möglich. 

Geplant ist, den Menschen den Impfstoff von Johnson & Johnson anzubieten. Derzeit ist allerdings unklar, ob genügend Dosen vorhanden sind. Deswegen ist auch eine Impfung mit dem mRNA-Vakzin von BioNTech denkbar. "Es ist genug da, wir haben von der Staatsregierung 3240 zusätzliche Dosen BioNTech zugesichert bekommen", erläutert Franke. Dafür könnte dann die Priorisierung weichen: "Das ist ausdrücklich von der Staatsregierung genehmigt worden", stellt Franke klar. Die Priorisierungsreihenfolge in Nürnberg sei nach seinem letzten Stand bei Prio-Gruppe drei im Altersbereich von 68/69. 

Zur Verfügung stehen in jedem Fall genügend Dosen. Für das Pilotprojekt gilt: "Es wird so viel geimpft, wie Nachfrage da ist." Dies sei nur aufgrund der zusätzlich zugesicherten Dosen möglich. Die Stadt Nürnberg hat für das Impfen eine klare Devise: "Jede Spritze findet ihren Arm", erklärt Franke. Je mehr Menschen  geimpft seien, desto besser komme der Kampf gegen die Pandemie voran. Zuletzt waren die Inzidenzzahlen in der Frankenmetropole allerdings konstant hoch. Die Gründe dafür lesen Sie hier.