• Nürnberg: "Kuhmuhne" erhält viele schlechte Google-Bewertungen
  • Wegen Abschaffung der Bargeldzahlung: Restaurant in der Kritik
  • "Absolut geschäftsschädigend": Geschäftsführer äußert sich 

Das Nürnberger Restaurant "Kuhmuhne" fasste im November 2022 den Entschluss, nur noch bargeldlose Zahlung zu akzeptieren. Geschäftsführer Simon Staudigl erklärte gegenüber inFranken.de erst vor Kurzem, weshalb die Burgerbar diesen Schritt gegangen ist. Nun häufen sich jedoch negative Google-Bewertungen, in denen der Wegfall der Bargeldzahlung stark kritisiert wird. Staudigl äußert sich diesbezüglich abermals in einem Interview und betont: "Das hat nichts mit der Realität zu tun." 

Nürnberger Burgerbar "Kuhmuhne" erhält schlechte Bewertungen wegen Abschaffung von Bargeldzahlung - Chef: "Superschade"

"Kein Bargeld annehmen geht gar nicht": ein Stern. "Mir schreibt keiner vor, wie ich zu bezahlen habe": ein Stern. "Wer kein Bargeld akzeptiert, akzeptiert meinen Wunsch nach Anonymität und persönlicher Freiheit nicht": ein Stern. Die "Kuhmuhne" sieht sich einer Menge Google-Kritiken ausgesetzt. Aufgrund vieler Ein-Sterne-Bewertungen, die häufig die abgeschaffte Bargeldzahlung anprangern, sei der Bewertungsdurchschnitt bereits von 4,4 auf 4,3 Sterne gesunken, berichtet Staudigl im Gespräch mit inFranken.de.  

Die Burgerbar habe Nachforschungen angestellt und bemerkt, dass viele der negativen Rezensionen aus München stammen: "Die waren zu 90 Prozent wahrscheinlich noch nie bei uns", vermutet der Geschäftsführer. Sein Verdacht: "Es ist eine Gruppierung, die gezielt irgendwo auf irgendwelchen Plattformen Leute mobilisiert. Das ist nicht die Meinung der Mehrheit." Trotz allem hätten diese Kritiken große Auswirkungen auf den Google-Auftritt des Restaurants.

"Das ist superschade. So wie es jetzt ist, ist das absolut geschäftsschädigend. Doch mit unserer Qualität hat das nichts zu tun", erläutert Staudigl. "In Nürnberg vor Ort beschwert sich niemand." Demnach hätten die schlechten Kritiken "nichts mit der Realität zu tun". "In der Realität hatten wir den ganzen Dezember 2022 keine Probleme damit", bezieht sich der "Kuhmuhne"-Geschäftsführer auf die negativen Bewertungen. 

"Macht auch die Mitarbeiter fertig": Chef von Nürnberger Burgerbar will gegen Rezensionen vorgehen

Die schlechten Google-Rezensionen beeinflussen auch das Arbeitsleben in der "Kuhmuhne": "Das macht auch die Mitarbeiter fertig, weil es unser Ziel über ein Jahr war, dass wir auf 4,5 Sterne kommen." Der Abfall auf 4,3 Sterne sei "extrem demotivierend". Staudigl erklärt, dass das Restaurant sehr viele Fünf-Sterne-Bewertungen benötige, um wieder um einen Punkt aufzusteigen.

Der Geschäftsführer spricht von "Review Bombing". Darunter verstehe man die bewusste Manipulation von Benutzerbewertungen, um ein Unternehmen zu beeinträchtigen. "Das ist gegen die Google-Richtlinien und nicht rechtens", erklärt der "Kuhmuhne"-Chef. Er wolle nun gegen die aus Sicht des Restaurants ungerechtfertigten, negativen Rezensionen vorgehen.

Auf die Frage, ob die "Kuhmuhne" in Nürnberg aufgrund des Gegenwinds im Internet doch wieder erwägt, Bargeldzahlung anzubieten, antwortet Staudigl: "Nein, auf gar keinen Fall, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun." 

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