Wegen Konflikten im Verkehr: Zwei Straßen in Nürnberg-Ost werden zu Fahrradstraßen umgestaltet

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Nürnberg-Ost: Zwei Straßen werden zu Fahrradstraßen umgestaltet
Nürnberg-Ost: Zwei Straßen werden zu Fahrradstraßen umgestaltet
Thomas Frey / dpa (Symbolbild)

Um den Stadtverkehr für Fahrradfahrer sicherer und zügiger zu gestalten, werden zwei Straßen im Nürnberger Osten zu Fahrradstraßen umgestaltet und dadurch die Radvorrangroute Nummer 10 erweitert.

Der Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag, 11. Juli 2024, die Umgestaltung der Rehhofstraße und der Straße In der Finstermail zu Fahrradstraßen beschlossen, wie die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung berichtet. Damit erfolgt ein wesentlicher Schritt in Richtung zur Vervollständigung der Radvorrangroute Nummer 10, die den Osten Nürnbergs erschließt. Eine Umsetzung ist im Laufe des Jahres 2025 angestrebt.

Die Rehhofstraße und die Straße In der Finstermail sind Teil der priorisierten Radvorrangroute Nummer 10, die an der Stadtgrenze zu Schwaig beginnt. Diese Route führt stadteinwärts über Laufamholz, Rehhof und Mögeldorf bis nach St. Peter zur Regensburger Straße. In der Rehhofstraße existiert derzeit stadtauswärts ein in einer Richtung befahrbarer, getrennter Geh­ und Radweg. Dieser wird durch zahlreiche Einmündungen unterbrochen, was nicht nur ein zügiges und flüssiges Vorankommen mit dem Fahrrad erschwert, sondern vor allem zu Konflikten zwischen dem Rad­ und Kraftfahrzeugverkehr führt.

Mit der Umgestaltung der Rehhofstraße / In der Finstermail zur Fahrradstraße wird langfristig ein sicheres Angebot für den Radverkehr geschaffen. Dazu gehören die Anpassung der Beschilderung, großflächige Fahrradstraßen­-Piktogramme auf der Fahrbahn sowie die Roteinfärbung der Kreuzungsbereiche. Ebenfalls werden die beiden gemeinsamen Geh­ und Radwege, welche die Thäterstraße mit der Rehhofstraße und weiter östlich die Rehhofstraße mit der Straße In der Finstermail verbinden, verbreitert und mit zusätzlichen Beleuchtungsmasten versehen, um die Sicherheit für Zufußgehende und Radfahrende zu erhöhen.

Auch der unübersichtliche Kreuzungsbereich In der Finstermail / Am Behlanger wird saniert und umgestaltet, um Gefahrenstellen zu entschärfen. Zudem sieht die Planung sechs neue Baumstandorte vor. „Es geht voran auf der Radvorrangroute im Osten der Stadt: Ein großer Teil dieser Route ist bereits als Fahrradstraße beschildert, weitere Straßenzüge sind beschlossen und warten auf ihre Umsetzung. Zusammen mit der ebenfalls priorisierten Radvorrangroute Nummer 2 in den Westen schaffen wir hier eine attraktive, durchgängige Radachse von Schweinau bis Schwaig“, fasst Planungs­ und Baureferent Daniel F. Ulrich die Bedeutung des Beschlusses zusammen.

Eine Fahrradstraße ist eine ausdrücklich für Radfahrende vorgesehene Straße. Hier haben sie Vorrang und dürfen nebeneinander fahren, auch in Gruppen. Andere Fahrzeuge dürfen die Straße benutzen, wenn sie per Zusatzschild zugelassen sind. Sie müssen sich dem Tempo des Radverkehrs anpassen. Als Höchstgeschwindigkeit gilt Tempo 30. Radfahrende dürfen – wie auch in allen anderen Straßen – weder gefährdet noch behindert und nur mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern überholt werden. Wenn nötig, müssen Autofahrende die Geschwindigkeit weiter verringern und hinter den Radfahrenden verbleiben. In der Regel gilt in Fahrradstraßen die Vorfahrtsregelung; einmündende Straßen sind damit untergeordnet.