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Nürnberg
Katastrophenfall

Nach Kraftwerksbrand: Fernwärme für 15.000 Menschen wieder sichergestellt

Für rund 15.000 Menschen in den Nürnberger Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach ist nach einem Brand in einem Kraftwerk die Fernwärme zeitweise ausgefallen. Nun konnten der Energieversorger Entwarnung geben.
 

Katastrophenfall in Nürnberg nach Kraftwerk-Ausfall: Nach einem Brand im Großkraftwerk Franken am Montag (8. Februar 2021) ist die Fernwärmeversorgung in den Nürnberger Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach ausgefallen. Das Kraftwerk war zunächst bis auf Weiteres außer Betrieb. Betroffen waren etwa 15.000 Menschen. Stadt und Energieversorger N-Ergie richteten Krisenstäbe ein.

Die Stadt Nürnberg hatte infolge des Großbrands am Dienstag (9. Februar 2021) den Katastrophenfall ausgerufen. Nachdem die Fernwärme-Versorgung allgemein als stabil eingestuft worden war, wurde der Katastrophenfall am Donnerstagmittag (11. Februar 2021) schließlich aufgehoben. Nun ist auch die Fernwärmeversorgung wieder sichergestellt.

Update vom 15.02.2021, 14.50 Uhr: Fernwärmeversorgung wieder sichergestellt

Nach dem Brand in einem Kraftwerk in Nürnberg vor einer Woche ist die zeitweilig unterbrochene Fernwärmeversorgung für 15.000 Menschen in den Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach wieder vollends sichergestellt. Das teilte der Energieversorger N-ergie am Montag (15.02.2021) mit.

In dem Gaskraftwerk war Montag vergangener Woche ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich bis 80 Meter in die Höhe aus. Das Kraftwerk ist seither abgeschaltet. Die Stadt Nürnberg hatte zeitweilig den Katastrophenfall ausgerufen.

Der Energieversorger dankte seinen Fernwärmekunden, die mit der Reduzierung ihres Heizungs- und Warmwasserbedarfs dazu beigetragen hätten, die Versorgungslage während der vergangenen Woche stabil zu halten. Trotz der teils vorhandenen Versorgungslücken sei während der gesamten Woche eine Mindestversorgung stets aufrechterhalten worden.

Update vom 12.02.2021, 11.39 Uhr: Trotz hoher Minusgrade - Wärmeversorgung  in Nürnberg weiterhin stabil

Nach dem Brand im Großkraftwerk Franken ist die Versorgung in den Nürnberger Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach trotz hoher Minusgrade weiter stabil. Das berichtet der Energieversorger N-Ergie am Freitagvormittag (12. Februar 2021).

Aufgrund der weiteren, am Donnerstag neu installierten, mobilen Versorgungsanlagen konnte demnach auch in der Nacht auf Freitag die Versorgung mit Wärme weiterhin stabil gehalten werden. Eine Mindestversorgung für das betroffene Gebiet sei durchgehend gewährleistet.

Auch am Freitag werde "mit Hochdruck" am Ausbau der Übergangsversorgung für Röthenbach und Gebersdorf gearbeitet. "Dazu werden heute sowie in den nächsten Tagen weitere mobile Anlagen installiert", erklärt N-Ergie. "Eine große mobile Versorgungsanlage des Stromerzeugers STEAG mit einer Leistung von 5 MW wurde gestern Abend am Kraftwerks-Standort von Uniper in Gebersdorf angeliefert." Diese werde in den nächsten Tagen in Betrieb genommen und solle helfen, die Wärmeversorgung in den beiden Stadtteilen auch mittelfristig zu stabilisieren.

Der Energieversorger danke seinen Fernwärmekunden, die mit einer Reduzierung ihres Heizungs- und Warmwasserbedarfs im betroffenen Bereich "ganz entscheidend" dazu beitrügen, die Versorgungslage stabil zu halten.

Update vom 11.02.2021, 17.45 Uhr: Ausnahmegenehmigung der Kontaktbeschränkungen aufgehoben

Nachdem die Stadt Nürnberg am Donnerstag (11. Februar 2021) den Katastrophenfall nach einem Brand im Kraftwerk wieder aufgehoben hat, wird nun auch die Ausnahmegenehmigung der Kontaktbeschränkungen widerrufen. Das erkärt die Stadt Nürnberg am Abend in einer Pressemitteilung.

Diese war in Kraft getreten, um den von den Folgenden des Brandes betroffenen Menschen die Möglichkeit zu geben, bei Verwandten unterzukommen. Es gelten wieder die Kontaktbeschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz und der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Die
Allgemeinverfügung der Stadt Nürnberg vom 9. Februar 2021 ist mit sofortiger Wirkung widerrufen.

Update vom 11.02.2021, 14.49 Uhr: Katastrophenfall nach Kraftwerk-Brand aufgehoben

Die Stadt Nürnberg hat den nach dem Kraftwerk-Brand am Dienstag ausgerufenen Katastrophenfall am Donnerstag (11. Februar 2021) aufgehoben. Dies teilt die Stadt Nürnberg mit.

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König bedankte sich bei allen Beteiligten für das schnelle und besonnene Handeln: "Wir haben schnell reagiert und auch diesen Katastrophenfall sehr gut gemanagt. Damit haben wir einmal mehr unter Beweis gestellt, dass Nürnberg Krise kann. Der Katastrophenfall wurde um 13.15 Uhr aufgehoben. Bis die Situation geklärt ist, werden die Krisenstäbe aktiv bleiben.“

Das Krisenmanagement der Stadt Nürnberg habe "nach Ansicht aller Beteiligten auch in diesem Katastrophenfall hervorragend geklappt", berichtet die Stadt Nürnberg. "Die Lage war sehr schnell realistisch eingeschätzt worden, die Stadt hatte daher den Katastrophenfall ausgerufen." Der Ausfall des Kraftwerks falle in eine außergewöhnliche Kälteperiode. Viele tausend Bürger seien betroffen.

Stadt dankt Bürgern in Gebersdorf und Röthenbach

Die Stadt Nürnberg dankt der Feuerwehr, den Hilfsorganisationen, der Polizei und auch der N-Ergie für die sehr gute und enge Abstimmung. "Besonderer Dank gilt auch den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in Gebersdorf und Röthenbach für die Geduld, das Verständnis und ihre Besonnenheit in dieser besonderen Situation."

Nach ersten Ermittlungen und Erkenntnissen der Polizei ist die Ursache für den Brand in dem Kraftwerk, das nicht von der Stadt und nicht von der N-Ergie betrieben wird, eine "technische Havarie". N-Ergie arbeitee "mit Hochdruck" daran, das Fernwärmenetz in den beiden betroffenen Stadtteilen zu stabilisieren. Ziel sei es, dass die Anwohner so schnell wie möglich wieder ihre gewohnten Temperaturen bei Heizung und Warmwasser bekommen.

N-Ergie kündigte an, dass es ab Freitagmorgen (12. Februar 2021) nicht mehr nötig sein werde, größere Wohnblocks vorübergehend abzuregeln, um das Netz zu stabilisieren. "Ab Freitag werden alle Wohngebäude wieder ganztägig voll am Netz sein und mit Wärmeenergie versorgt werden", kündigt die Stadt Nürnberg an.

Die Störungsstelle der N-Ergie Netz GmbH ist unter der Rufnummer 09 11 / 40 08 90 02 täglich 24 Stunden lang erreichbar. Aktuelle Informationen zur Situation hält die Stadt Nürnberg auf ihrer Webseite bereit. 

Update vom 11.02.2021, 11.51 Uhr: Brand im Großkraftwerk - Nürnberger Kripo ermittelt "technische Havarie"

Nach dem Brand im Großkraftwerk Franken im Stadtteil Gebersdorf hat die Nürnberger Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Donnerstag (11. Februar 2021) mitteilt, liegen inzwischen erste Ermittlungsergebnisse vor.

Demnach brach das Feuer am vergangenen Montag gegen 17 Uhr im unteren Kesselhaus des Blocks 1 des Kraftwerks aus. Bis zu 120 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr konnten bis 22 Uhr den Brand unter Kontrolle bringen und das Feuer ablöschen. Die Felsenstraße war während der Löscharbeiten durch die Polizei gesperrt.

Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei übernahm noch am selben Abend die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache. "Die Beamten mussten jedoch abwarten, bis im Gebäude alles abgekühlt ist und der Brandort gefahrlos betreten werden konnte", heißt es vonseiten des Präsidiums. "Nach Feststellung der gefahrlosen Betretbarkeit des Brandortes konnte am gestrigen Mittwoch der beschädigte Kraftwerksblock begutachtet werden."

Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich demnach "um eine technische Havarie". Was damit konkret gemeint ist, geht aus der Mitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken nicht hervor. Weitere Untersuchungen dauern noch an. Der Schadensort ist mittlerweile im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft wieder an den Betreiber übergeben worden, teilt die Polizei mit.

Update vom 11.02.2021, 10.46 Uhr: Aufbau der Übergangsversorgung laut N-Ergie in vollem Gange

Nach dem Brand im von Uniper betriebenen Großkraftwerk Franken 1 ist der Aufbau der Übergangsversorgung für die zwei Nürnberger Stadtteile Gebersdorf und Röthenbach in vollem Gange. Das teilt der Energieversorger N-Ergie mit. Die Versorgung mit Fernwärme ist demnach aktuell stabil.

Am Mittwoch (10. Februar 2021) sei "mit Hochdruck" daran gearbeitet worden, die Übergangsversorgung aufzubauen und so eine stabile Wärmeversorgung zu gewährleisten. Laut N-Ergie kommt es in den beiden vom Kraftwerk-Ausfall betroffenen Stadtteilen weiterhin zu Einschränkungen in der Fernwärmeversorgung. Eine Mindestversorgung sei allerdings für alle Haushalte in Röthenbach und Gebersdorf gewährleistet.

Bilanz des Tages: Um die fehlende Wärmezufuhr aus dem Großkraftwerk auszugleichen, hat N-Ergie mit der Firma Hofmann Gebäudetechnik und den Stadtwerken München bis in die späten Abendstunden hinein die ersten mobilen Versorgungsanlagen aufgestellt und angeschlossen. "Bis 22.30 Uhr konnten sechs dieser Anlagen in Betrieb gehen", berichtet N-Ergie. "Der Fokus lag dabei vorerst auf der Versorgung einer Klinik und zweier Pflegeeinrichtungen für Senioren im betroffenen Gebiet." Auch ein größeres Wohnareal und zwei weitere Einzelobjekte werden mittlerweile teilweise durch mobile Anlagen mit Wärme versorgt.

Prognose für die kommenden Tage

Der Energieversorger zeigt sich zuversichtlich, dass er mit den bisherigen Anpassungen der Netzstruktur und den installierten Wärmequellen auch in der kommenden Nacht die Versorgungslage in Gebersdorf und Röthenbach stabil halten kann – trotz der zu erwartenden hohen Minusgrade. "Es wird zwar nicht in allen Bereichen die volle Leistung zur Verfügung stehen, eine Mindestversorgung bleibt aber für alle Haushalte gewährleistet", so N-Ergie.

Aussicht auf die kommenden Tage: Laut dem Energieversorger wurden bereits zwei weitere mobile Versorgungsanlagen angeliefert und vorbereitet. Sie stehen demnach kurz davor, in Betrieb genommen zu werden. Die Inbetriebnahme erfolgt am Donnerstag (11. Februar 2021). Im Laufe des Donnerstags sollen außerdem mindestens fünf weitere Anlagen angeschlossen werden.  Der Fokus werde dabei auf der Versorgung größerer Wohneinheiten liegen, heißt es. N-Ergie prüfe darüber hinaus laufend die Möglichkeiten zur Installation zusätzlicher mobiler Versorgungsanlagen, um die Versorgungslage in Gebersdorf und Röthenbach weiter zu stabilisieren.

Bitte an Kunden: Heizungs- und Warmwasserbedarf reduzieren. "Fernwärmekunden im betroffenen Bereich können weiterhin einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung der Versorgung leisten, wenn sie trotz der niedrigen Außentemperaturen ihren Heizungs- und Warmwasserbedarf reduzieren", erklärt N-Ergie.

Update vom 10.02.2021, 15.27 Uhr: Riesiges Heizmodul im Anmarsch - "größer als ein Schiffscontainer"

Nach dem Großbrand wird das Nürnberger Großkraftwerk Franken für mindestens zwei Wochen außer Betrieb sein, schätzt der Energieversorger N-Ergie. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch (10. Februar 2021) berichtet, soll in den kommenden Tagen ein Schwertransport ein riesiges Heizmodul von Nordrhein-Westfalen nach Nürnberg bringen. Das Modul soll demnach direkt am Kraftwerk in Betrieb gehen. Das Heizmodul sei "größer als ein Schiffscontainer" und bringe so viel Leistung, dass der Energieversorger die kleineren mit Diesel betriebenen Stationen nach und nach abbauen könne, heißt es.

Bis es so weit ist, sollen in Nürnberg mobile Heizstationen Wärme in den betroffenen Stadtteilen erzeugen. Laut jüngsten Wetterprognosen stehen Mittelfranken eisigkalte Nächte bevor. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochnachmittag berichtet, sind mittlerweile die ersten mobilen Heizstationen an die Fernwärmeleitungen angeschlossen worden. Weitere befänden sich noch auf dem Weg. Sie sollen voraussichtlich im Lauf des Mittwochnachmittags eintreffen, sagte Heiko Linder vom zuständigen Energieversorgers N-Ergie.

Die Experten hoffen, dass sie mithilfe der mobilen Stationen die Nacht überstehen, ohne die Heizungen in den beiden betroffenen Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach spürbar drosseln zu müssen. Dies könnte gleichwohl eine Herausforderung darstellen: Die Nacht auf Donnerstag soll mit Minusgraden im zweistelligen Bereich deutlich kälter werden als die Nacht davor.

"Es muss niemand frieren. Es ist nur etwas weniger warm"

Wenn alles nach Plan läuft, sollen nach Angaben der Stadt am Ende des Tages sieben Heizstationen in den Stadtteilen Röthenbach und Gebersdorf mit einer Leistung von fast 9 Megawatt angeschlossen sein. "Das deckt die Lücke nicht ganz", sagte Linder. Deshalb werde die N-Ergie weiterhin die Heizungen in Betrieben drosseln müssen, wo diese zu dem Zeitpunkt nicht gebraucht würden.

Am Morgen, wenn die Menschen verstärkt heizen, hatte der Versorger diese in sechs Wohnblocks zeitweise drosseln müssen. Bisher habe es keine Beschwerden der Anwohnerinnen und Anwohner gegeben, sagte Lindner. "Es muss niemand frieren. Es ist nur etwas weniger warm."

Der Versorger geht davon aus, auch in der Nacht trotz der extremen Kälte die Innentemperatur in den an die Fernwärme angeschlossenen Häuser bei 18 bis 19 Grad halten zu können. In der Nacht auf Mittwoch war die Energieversorgung nach Angaben von N-Ergie stabil geblieben. Am Donnerstag sollen voraussichtlich sechs weitere Stationen in Nürnberg eintreffen. "Wir gehen davon aus, dass wir morgen soweit sind, dass wir Entwarnung geben können", sagte Linder.

Brandursache noch immer unklar

In dem Gaskraftwerk war am späten Montagabend im Kesselhaus von Block I ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich bis 80 Meter in die Höhe aus. Das Kraftwerk ist seither abgeschaltet. Die Stadt Nürnberg rief den Katastrophenfall aus. Betroffen sind etwa 15.000 Menschen im Südwesten von Nürnberg. Die Ursache für den Brand war auch am Mittwoch noch unklar. Bis die Ergebnisse der Brandermittler vorliegen, wird es nach Angaben der Polizei noch Tage dauern.

Update vom 10.02.2021, 13.20 Uhr: Telefonanbieter weist auf mögliche Störungen im O2-Netz hin

Infolge des Großbrands im Nürnberger Kraftwerk Franken kann es in einzelnen benachbarten Gemeinden mitunter zu vorübergehenden Störungen im Mobilfunknetz von O2 kommen, teilt der Telefonanbieter Telefónica inFranken.de am Mittwoch (10. Februar 2021) mit. "Wir arbeiten bereits daran und gehen davon aus, dass wir die gewohnt zuverlässige Versorgung kurzfristig wiederherstellen können", heißt es vonseiten des Telekommunikations-Unternehmens.

Aufgrund des Kraftwerk-Brands am Montagnachmittag komme es derzeit in einzelnen Gemeinden zu temporären Einschränkungen bei der mobilen Telefonie und Datennutzung im Mobilfunknetz von O2. Dazu zählen demnach unter anderem einzelne Standorte in Nürnberg-Gebersdorf/West sowie Ober-/Unterasbach, Roßtal, Ammendorf, Großhabersdorf und Cadolzburg im Landkreis Fürth. "In vielen Fällen können benachbarte Mobilfunkstandorte die Versorgung übernehmen", berichtet Telefónica.

Hintergrund: "Die Signale der betroffenen Standorte werden über unsere Mobilfunktechnik geleitet, die sich auf dem Dach des Kraftwerks befindet", erklärt der Telefonanbieter. "Aufgrund des Brandes mussten Stromversorgung und Technik am Kraftwerk vorübergehend abgeschaltet werden, sodass es derzeit zu den beschriebenen Einschränkungen kommt." Die Technik sei jedoch voll funktionsfähig.

O2-Kunden können mögliche Störungen überprüfen

"Unsere Techniker arbeiten nun mit höchster Priorität daran, die Stromversorgung sowie Glasfaseranbindung zu erneuern." Das Telekommunikations-Unternehmens gehe davon aus, dass die gewohnte Mobilfunkversorgung "binnen weniger Tage" wiederhergestellt werden könne.

In Nürnberg und im Landkreis Fürth deckt Telefónica mit seinem O2-Netz nach eigenen Angaben "rund 100 Prozent der Bevölkerung" mit Mobilfunk ab. O2-Kunden können auf der Webseite des Anbieters prüfen, inwiefern sie an ihrem Standort von den möglichen Einschränkungen betroffen sind. 

Update vom 10.02.2021, 11.05 Uhr: Eisige Temperaturen erwartet - Nürnberg setzt auf mobile Heizkraftwerke

Der Energieversorger N-Ergie arbeitet nach dem Feuer im Nürnberger Großkraftwerk Franken an mobilen Lösungen. Ziel sei es, bis Mittwochabend (10. Februar 2021) zusätzliche Wärmeleistung ins Netz einspeisen zu können, berichtet die Stadt Nürnberg. "Damit soll gewährleistet werden, die kommende Nacht mit Temperaturen von bis zu minus 15 Grad überstehen zu können, ohne dass die Temperatur in den an die Fernwärme angeschlossenen Gebäuden zu sehr absinkt", heißt es vonseiten der Stadt.

N-Ergie will zwei mobile Heizkraftwerke ans Wärmenetz anschließen. Wie ein Sprecher am Mittwochmorgen erklärte, soll auf diese Weise die Wärmeversorgung in der Sana Klinik und zwei Pflegeheimen sichergestellt werden. Der Anschluss soll demnach noch am Mittwoch erfolgen. Wie lange die zusätzliche Versorgung nötig ist, steht indes noch nicht konkret fest. "Wir planen aber mit zwei bis drei Wochen", teilte der Sprecher mit.

Das Großkraftwerk war nach dem Feuer am späten Montagnachmittag abgeschaltet worden. Das Kraftwerk bleibt voraussichtlich für mindestens zwei Wochen außer Betrieb. Bei extrem kalten Temperaturen deckt es die Spitzenlast im Fernwärmenetz der N-Ergie ab.

Fernwärme-Versorgung laut N-Ergie stabil: "Es musste niemand frieren"

Die Versorgung mit Fernwärme sei in den betroffenen Nürnberger Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach in der Nacht auf Mittwoch stabil gewesen. Es habe keine Auffälligkeiten gegeben und es hätten keine Wohngebäude in der Versorgung gedrosselt werden müssen, so der Energieversorger. "Es musste niemand frieren", sagte der N-Ergie-Sprecher.

Um die Situation weiterhin stabil zu halten, wird seit 5 Uhr die Versorgung in sechs Wohnblocks gesteuert gedrosselt. Je nachdem, wie sich die Temperaturen im Laufe des Vormittags entwickeln, wird entschieden, ob die Drosselung der Wohnblocks vorübergehend zurückgenommen werden kann. Dies ist auch abhängig von der Einbindung der mobilen Versorgungsanlagen.

Kunden sollen Heizungs- und Warmwasserbedarf reduzieren

Bis die Monteure die Übergangsversorgung mittels mobiler Wärmequellen aufgebaut haben, können Fernwärme-Kunden N-Ergie zufolge "einen entscheidenden Beitrag" leisten, die Auswirkungen des vorübergehenden Engpasses zu begrenzen: Trotz der niedrigen Außentemperaturen bittet der Energieversorger seine Kunden in Röthenbach und Gebersdorf weiterhin, ihren Heizungs- und Warmwasserbedarf auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Die Stadt Nürnberg rief am Dienstag den Katastrophenfall aus. Betroffen sind etwa 15.000 Menschen der beiden Stadtteilen Röthenbach und Gebersdorf. Brandermittler suchen derzeit noch nach der Ursache des Feuers.

Update vom 10.02.2021, 6.00 Uhr: Bürgertelefon eingerichtet

Wie die Stadt Nürnberg auf ihrer Internetseite mitteilt, wurde ein Bürgertelefon für Fragen rund um den Brand im Großkraftwerk Franken eingerichtet. Unter der Rufnummer 0911  64375888 ist es ab Mittwoch (10. Februar 2021) bis auf weiteres täglich von 7 bis 23 Uhr erreichbar.

Update vom 09.02.2021, 21.00 Uhr: Wärmeversorgung in zwei Gebieten gegeben - so ist die Lage in der Nacht

Nach Angaben der N-Ergie ist die Wärmeversorgen in den beiden Gebieten Gebersdorf und Röthenbach gegeben. Das berichtet die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung. 

Weiter heißt es, dass die Leistung der Fernwärmeleitung in der Nacht weitgehend stabil gehalten wird. Voraussichtlich soll diese auch für die Leistungsspitze zwischen 4 Uhr und 6 Uhr am Mittwochmorgen ausreichen.

Update vom 09.02.2021, 15.09 Uhr: Kraftwerk-Reparatur dauert länger - N-Ergie drosselt Fernwärme auf 10 bis 15 Grad

Bis die Fernwärmeversorgung durch das Nürnberger Kraftwerk Franken wieder normal funktioniert, wird vermutlich eine längere Zeit vergehen. Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-Ergie, rechnet nicht damit, dass die Reparaturarbeiten im Kraftwerk innerhalb der nächsten 14 Tage abgeschlossen sind.

In der Zwischenzeit sollen riesige mobile Wärmestationen zum Einsatz kommen. Ziel sei es, die gedrosselte Leistung auf diese Weise zu kompensieren. Inwieweit dadurch die Versorgungslücke gedeckt werden kann, ist indes ungewiss. Befreundete Stadtwerke seien bereit, solche mobilen Geräte beizusteuern.

Einen Anlass zur Sorge bildeten indes die zweistelligen Minus-Temperaturen, die für die kommenden Tage erwartet würden. Hasler sprach von Temperaturen von "15 bis 18 Grad minus".

Klinik, Schulen, Einkaufszentrum und Pflegeheime betroffen

In den zwei betroffenen Nürnberger Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach befinden sich laut Angaben der Stadt Nürnberg 1150 Anschlusspunkte für Fernwärme. Betroffen sind neben den Haushalten unter anderem auch große Betriebe, eine Klinik, Schulen, ein Einkaufszentrum sowie zwei Alten- und Pflegeeinrichtungen.

An die Betroffenen werden schriftliche Bürgerinformationen verteilt. "Der erste Bürgerbrief geht an die Bewohnerinnen und Bewohner größerer Wohnblocks, in denen die N-Ergie die Wärmeleistung bereits auf circa 10 bis 15 Grad gedrosselt hat", heißt es vonseiten der Stadt. Das zweite Schreiben gehe an alle an die Fernwärme angeschlossenen Haushalte in dem Gebiet. Diese werden dazu aufgerufen, die Heiztemperatur deutlich auf 15 Grad Celsius abzusenken, um das Netz zu entlasten. Dadurch soll ermöglicht werden, dass der Notbetrieb fortgeführt werden kann, ohne weitere Abschaltungen vornehmen zu müssen.

Von der Temperaturabsenkung sei auch zentral erzeugtes Warmwasser betroffen - etwa zum Duschen. Dieses werde ebenfalls nicht mehr wie gewohnt zur Verfügung stehen, teilt die Stadt Nürnberg mit. Lüften und offenstehende Türen sollten
zudem vermieden oder auf ein Minimum beschränkt werden.

Stadt Nürnberg organisiert rund 1100 Hotelzimmer

Bürger sollen als Alternative keine gefährlichen Wärmequellen wie offenes Feuer, Grill oder Rotlichtlampen benutzen, betont die Stadt. Für betroffene Anwohner stehen rund 1100 Hotelzimmer mit bis 3000 Betten bereit, in denen sie auf eigene, reduzierte Kosten unterkommen können, teilte Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König am Dienstag (9. Februar 2021) im Rahmen einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit.

Laut König ist aber niemand gezwungen, seine Wohnung zu verlassen. Für vom Katastrophenfall betroffene Bürger werden die Corona-Maßnahmen indes teilweise ausgesetzt: Anwohner, die nicht in ihrer Wohnung bleiben können, begehen der Stadt Nürnberg zufolge keine Ordnungswidrigkeit, wenn sie ihre Unterkunft wechseln. 

Die Stadt Nürnberg hat angesichts des Katastrophenfalls inzwischen ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Rufnummer lautet 0911/64375888. Das Telefon ist täglich von 7 bis 23 Uhr erreichbar.

Update vom 09.02.2021, 13.55 Uhr: Stadt und N-Ergie äußern sich zu Katastrophenfall - die Pressekonferenz im Liveticker

Zum ausgerufenen Katastrophenfall infolge des Kraftwerk-Großbrands in Nürnberg findet zur Stunde eine Pressekonferenz statt. Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König, Bürgermeister Christian Vogel und der Vorstandsvorsitzende der N-Ergie, Josef Hasler, informieren die Bevölkerung über die aktuelle Situation. Verfolgen Sie die Pressekonferenz im Liveticker von inFranken.de.

++  14.34 Uhr:  Nürnbergs Pressesprecher Andreas Franke hat die Pressekonferenz beendet.

++ 14.29 Uhr:  Ziel ist es laut Hasler, die gedrosselte Leistung durch die mobilen Wärmestationen zu kompensieren.

++ 14.22 Uhr:  Inwieweit die betroffenen Bürger Schadensersatz erhalten, werde die Zukunft zeigen, so Hasler.

++ 14.21 Uhr:  Mobile Wärmestationen kommen zur Übergangsversorgung zum Einsatz.

++ 14.19 Uhr:  Reparaturmaßnahmen am Kraftwerk Franken nehmen wohl mehr als zwei Wochen in Anspruch, vermutet Josef Hasler von N-Ergie.

++ 14.17 Uhr:  Brandursache laut Feuerwehr noch immer unklar.

++ 14.16 Uhr:  Bürgermeister Christian Vogel äußert sich zum Feuerwehreinsatz am Brandort - rund 120 Einsatzkräfte am Kraftwerk vor Ort.

++ 14.14 Uhr:  Für vom Katastrophenfall betroffene Bürger werden die Corona-Maßnahmen teils ausgesetzt: Anwohner, die nicht in ihrer Wohnung bleiben können, begehen der Stadt zufolge keine Ordnungswidrigkeit, wenn sie die Unterkunft wechseln. 

++  14.12 Uhr:  Für betroffene Anwohner stehen über 1000 Hotelzimmer (auf eigene Kosten) bereit. Laut OB König ist aber niemand gezwungen, seine Wohnung zu verlassen.

++ 14.10 Uhr:  Stadt Nürnberg hat Bürgertelefon eingerichtet (Rufnummer 0911/64375888). Telefon ist täglich von 7 bis 23 Uhr erreichbar.

++ 14.08 Uhr:  Bevorstehende Maßnahme: Heizungen sollen auf 15 Grad gedrosselt werden.

++ 14.06 Uhr:  Fernwärmeversorgung in den betroffenen Gebieten laut König "stark gefährdet".

++ 14.05 Uhr:  Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) hat das Wort ergriffen.

++ 14.03 Uhr:  Zweistellige Minus-Temperaturen in den kommenden Tage erwartet - "15 bis 18 Grad minus".

++ 14.02 Uhr:  Josef Hasler, Vorstandsvorsitzende der N-Ergie, erklärt die aktuelle Lage.

++ 14.01 Uhr:  Katastrophenfall in Nürnberg laut Franke von bundesweitem Interesse.

++ 14.00 Uhr:  Nürnbergs Pressesprecher Andreas Franke hat die Pressekonferenz eröffnet.

Update vom 09.02.2021, 13.39 Uhr: Katwarn-Alarm in Nürnberg - auch Warmwasser von Kraftwerk-Ausfall betroffen

Nachdem in Nürnberg infolge des Kraftwerk-Brands der Katastrophenfall ausgerufen worden ist, werden am Dienstagmittag (9. Februar 2021) die sogenannten Warn- und Informationssysteme ausgelöst. "Die Katastrophenschutz-Informationssysteme Katwarn und Nina werden um 14 Uhr ausgelöst, sobald die 1150 Anschlusspunkte aller Haushalte identifiziert sind", heißt es dazu vonseiten der Stadt Nürnberg. 

Die Stadt teilt zudem mit, dass die beiden Alteneinrichtungen in den betroffenen Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach - das Senioren- und Pflegezentrum St. Elisabeth in der Insinger Straße 1 und die Seniorenresidenz Schloss Stein in der Rednitzstraße 70 sowie die Sana Klinik in der Weiltinger Straße 11 - in den nächsten Stunden separat versorgt werden sollen.

An die von der beeinträchtigten Fernwärmeversorgung betroffenen Haushalte werden nach Angaben der Stadt schriftliche Informationen verteilt: "Zum einen an die Bewohner größerer Wohnblocks, in denen die N-Ergie die Wärmeleistung bereits auf 10 bis 15 Grad gedrosselt hat. Zum anderen an alle Haushalte, die im betroffenen Gebiet an die Fernwärme angeschlossen sind", heißt es dazu. Diese werden dazu aufgerufen, die Heiztemperatur auf 15 Grad abzusenken, um das Netz zu entlasten.

Von der Temperatur-Absenkung in den Gebäuden sei neben der Heizung auch das Warmwasser betroffen. Dieses stehe nicht mehr wie gewohnt zur Verfügung. "Falls Sie betroffen sind: Bitte nutzen Sie als Alternative keine gefährlichen Wärmequellen wie offenes Feuer, Grills oder Rotlichtlampen", warnt die Stadt Nürnberg.

Update vom 09.02.2021, 12.48 Uhr: Stadt Nürnberg und N-Ergie geben Pressekonferenz zu Katastrophenfall - inFranken.de mit Liveticker

Nach dem Brand im Großkraftwerk Franken ist die Fernwärmeversorgung in den Nürnberger Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach bis auf Weiteres beeinträchtigt. Die Stadt Nürnberg hat am Dienstag (9. Februar 2021) den Katastrophenfall ausgerufen. Stadt und N-Ergie haben zudem Krisenstäbe eingerichtet. 

Um die Bevölkerung über die aktuelle Lage zu informieren, hat die Stadt Nürnberg für Dienstag, 14 Uhr, kurzfristig eine Pressekonferenz einberufen. Oberbürgermeister Marcus König, Bürgermeister Christian Vogel und der Vorstandsvorsitzende der N-Ergie, Josef Hasler, setzen die Öffentlichkeit über den aktuellen Sachstand rund um den Katastrophenfall in Kenntnis. Verfolgen Sie die Pressekonferenz im Liveticker von inFranken.de.

Update vom 09.02.2021, 11.24 Uhr: Nürnberger Kripo ermittelt nach Brand in Kraftwerk

Nach dem Brand im Nürnberger Großkraftwerk Franken am späten Montagnachmittag hat die Kriminalpolizei nun Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen. Das berichtet das Polizeipräsidium Mittelfranken am Dienstagvormittag (9. Februar 2021).

Demnach war das Feuer am Montag gegen 17 Uhr im unteren Kesselhaus des Blocks 1 des Kraftwerks ausgebrochen. Die bis zu 120 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr konnten bis 22 Uhr den Brand unter Kontrolle bringen und das Feuer löschen. Die Felsenstraße wurde während der Löscharbeiten von der Polizei gesperrt.

Wie das Polizeipräsidium mitteilt, müssen die Einsatzkräfte derzeit noch abwarten, bis im Gebäude alles abgekühlt sei und der Brandort gefahrlos betreten werden könne. Aus diesem Grund könnten die Brandermittler der Kriminalpolizei frühestens am Mittwoch mit ihrer Arbeit im Kraftwerk beginnen.

Weil die Fernwärmeversorgung im Nürnberger Süden beeinträchtigt ist, hat die Stadt Nürnberg inzwischen den Katastrophenfall ausgerufen.

Update vom 09.02.2021, 10.40 Uhr: Etwa 15.000 Menschen bei drohender Kälte von Ausfall betroffen

Etwa 15.000 Menschen sind in Nürnberg bei Minusgraden von dem Ausfall eines Großkraftwerks nach einem Brand betroffen. In zwei Stadtteilen ist nach Angaben des Energieversorgers N-Ergie die Versorgung mit Fernwärme beeinträchtigt. Die Stadt hat am Dienstag den Katastrophenfall ausgerufen.

"Wir gehen momentan nicht davon aus, dass die Heizungen komplett ausfallen", sagte ein Sprecher von N-Ergie. "Es wird aber spürbar kälter in den Häusern werden." In den Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach gibt es der Stadt zufolge 1150 Anschlusspunkte für Fernwärme. Betroffen seien neben Haushalten auch große Betriebe, eine Klinik, Schulen, ein Einkaufszentrum sowie zwei Alten- und Pflegeheime.

Stadt und Energieversorger haben Krisenstäbe eingerichtet. N-Ergie bittet die Fernwärme-Kunden in den betroffenen Stadtteilen sparsam zu heizen. Die Versorgung könne bei der Kälte nicht von dem Heizkraftwerk im Stadtteil Sandreuth aufgefangen werden, sagte der Sprecher. "Bei den Temperaturen ist das kritisch."

Der Deutsche Wetterdienst sagt für die kommenden Tage nächtliche Tiefstwerte bis zu minus 13 Grad voraus. Der Versorger N-Ergie produziert nach eigenen Angaben in ihren Heizkraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung Fernwärme, die über gedämmte Leitungen in die Gebäude gelangt.

Brandermittler der Kriminalpolizei sollen in den nächsten Tag nach der Ursache für das Feuer suchen. "Das wird frühestens morgen sein", sagte ein Polizeisprecher. Zuvor müssten alle Glutnester gelöscht und das Gebäude abgekühlt sein. Außerdem sollten Fachleute die Statik überprüfen. Die Ermittlungen werden voraussichtlich einige Tage dauern.

Update vom 09.02.2021, 10 Uhr: Diese Bereiche sind in Nürnberg betroffen

Die Stadt Nürnberg hat eine Karte veröffentlicht, welche die von den Einschränkungen der Fernwärmeleistung betroffenen Gebiete in Nürnberg zeigt. 

Update vom 09.02.2021, 09.18 Uhr: Nürnberg ruft Katastrophenfall aus

Die Stadt Nürnberg hat nach dem Brand im Großkraftwerk in Nürnberg den Katastrophenfall ausgerufen. Die N-Ergie hatte schon davor von Problemen mit der Fernwärme berichtet. Das Großkraftwerk wird zwar nicht von der N-ERGIE betrieben, doch es deckt bei kalten Außentemperaturen die Spitzenlast in der Versorgung ihrer Fernwärmekunden in den Stadtteilen Röthenbach und Gebersdorf ab.

Das Großkraftwerk ist infolge des Brands vorübergehend außer Betrieb genommen worden. Damit entfällt eine wichtige Wärmezufuhr im Netz der N-ERGIE, die aufgrund der Netzstruktur nicht komplett über das Heizkraftwerk der N-ERGIE in Nürnberg-Sandreuth aufgefangen werden kann. Aktuell wird die Netzstruktur an die neuen Gegebenheiten angepasst. Dazu gehört auch die vorübergehende Drosselung der Wärmezufuhr für einzelne Abnehmer. Zum anderen arbeitet sie bereits unter Hochdruck daran, zusätzliche Wärmequellen an ihr Fernwärme-Netz anzuschließen und so eine Übergangsversorgung aufzubauen.

Bis die Monteure der N-ERGIE die Übergangsversorgung mittels mobiler Wärmequellen aufgebaut haben, können Fernwärme-Kunden einen entscheidenden Beitrag leisten, die Auswirkungen des vorübergehenden Engpasses zu begrenzen: Trotz der niedrigen Außentemperaturen bittet die N-ERGIE alle Kunden am Fernwärme-Netz, ihren Heizungs- und Warmwasserbedarf auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Am Montagnachmittag hatte es den Brand in dem Großkraftwerk im Stadtteil Gebersdorf in Nürnberg gegeben.

Update vom 09.02.2021, 08.30 Uhr: Probleme mit der Fernwärme

Brand in Großkraftwerk in Nürnberg: Aktuell gibt es in einzelnen Stadtteilen Probleme mit der Fernwärme. Das Kraftwerk sei vorübergehend außer Betrieb genommen worden, teilte der Energieversorger N-Ergie am Dienstagmorgen in Nürnberg mit.

Am späten Montagnachmittag (8. Februar 2021) ist es zu einem Brand im Kraftwerk in Nürnberger Südwesten gekommen. Laut Pressemitteilung der Feuerwehr Nürnberg ist im Großkraftwerk Franken im Stadtteil Gebersdorf ein Brand außer Kontrolle geraten, der sich aus bisher unbekannter Ursache vom Kesselhaus bis aufs Dach ausbreiten konnte. Die Feuerwehr Nürnberg sei demnach mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften vor Ort gewesen, um den Brand unter schwierigen Bedingungen unter Kontrolle zu bringen.

Vorherige Berichterstattung: Brand in Großkraftwerk in Nürnberg

Die Wärmezufuhr für einzelne Abnehmer müsse aufgrund des Vorfalles vorübergehend gedrosselt werden. Betroffen seien die Stadtteile Röthenbach und Gebersdorf. Zudem bittet der Versorger alle Kunden am Nürnberger Fernwärmenetz, trotz der niedrigen Außentemperaturen, den Heizungs- und Warmwasserbedarf auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Das könne helfen, den Engpass zu begrenzen.

Die Ursache des Brandes in dem Großkraftwerk des Betreibers Uniper am frühen Montagabend ist nach wie vor unklar, teilte die Feuerwehr mit. Die Größe des entstandenen Schadens könne noch nicht beziffert werden. Verletzte gab es nach bisherigen Angaben nicht. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte gegen 17.15 Uhr waren bereits dichter Rauch und heller Flammenschein über dem Komplex zu erkennen. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwachen 1 und 4 löschten den Brand von unten, soweit sie das Kesselhaus wegen der stark vom Brand beaufschlagten Stahlkonstruktion im Inneren überhaupt betreten konnten, und arbeiteten sich über einen Betontreppenraum auf das Dach des Kesselhauses vor, um dort ebenfalls die Flammen zu bekämpfen.

Die Freiwillige Feuerwehr Werderau verteidigte mit einer Riegelstellung das Maschinenhaus gegen ein Übergreifen des Brandes. Die Drohnengruppe der Feuerwehr Nürnberg kontrollierte derweil die Außenhaut des Gebäudes auf weitere Zeichen einer Brandausbreitung.

Um in dieser Höhe tatsächlich von außen etwas ausrichten und die Fassade des betroffenen Gebäudes genauer kontrollieren zu können, wurde ein entsprechend großer Teleskopgelenkmast angefordert. Über diesen kamen dann Einsatzkräfte der Höhenrettungsgruppe zum Einsatz, um die Fassade auf Glutnester in der Dämmung zu kontrollieren. Gegen 20 Uhr konnte mit dem Ablöschen des Brandes auf dem Dach "Feuer aus!" gemeldet werden. Um 22 Uhr konnte die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben werden, in der Nacht werden zur Kontrolle noch sogenannte Brandnachschauen durchgeführt.

Brandgeruch, aber keine ernsthafte Gefahr

Im Einsatz waren zeitweise ca. 120 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr. Im Verlauf des Brandes kam es im Umfeld des Kraftwerks teilweise zu Belästigungen durch den Brandgeruch, eine ernsthafte Gefahr bestand jedoch zu keiner Zeit.

Durch den beherzten Eingriff der Feuerwehrleute, die sich im Gebäude teilweise unter erheblicher Eigengefährdung bewegten, konnte der Brand aber trotz der ungünstigen Lage auf das Kesselhaus begrenzt werden.

Das Kraftwerk Franken I in Nürnberg-Gebersdorf dient der öffentlichen Stromversorgung. Es ging bereits im Jahr 1913 in Betrieb. Laut Betreiber Uniper werden dort Erdgas, Propan und Heizöl zur Stromerzeugung eingesetzt.