• Tierheim Hersbruck trauert um besonderen Hund 
  • "Bomber" entpuppte sich als Therapiehund für Mann mit Autismus
  • Enge Beziehung: Junger Mann fasst ganz neuen Mut

Hunde können so viel im Leben eines Menschen bewirken. Allein mit ihrer Anwesenheit könnten sie Menschen, die viel Angst in sich tragen und nur ungern das Haus verlassen, Kraft und neuen Mut geben, sagt die stellvertretende Leiterin des Tierheims Hersbruck, Ronja Pfaffenberger, inFranken.de. Hund "Bomber" zeigte, was ein Tier möglich machen kann.

Tierheim Hersbruck: Junger Mann und Hund hatten eigene Sprache

Durch eine Betreuerin wurde erstmals der Kontakt zwischen einem jungen Mann mit Autismus-Spektrum-Störung und dem Tierheim Hersbruck hergestellt. Das Tierheim schlug der Dame vor, er könne beim Versorgen der Kleintiere helfen und so seine Feinmotorik verbessern. Weil "Bomber" im Tierheim umherlief, kam es in einer Pause zu einem ersten Kontakt zwischen dem Hund und dem jungen Mann. "Immer, wenn sie Pause gemacht haben, hat er sich einfach neben ihn hingelegt", erzählt die stellvertretende Leiterin des Tierheims.

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"Bomber" war eigentlich kein Hund, der rund um die Uhr gekuschelt werden wollte und teilte den Menschen selbstständig mit, wann Streicheleinheiten für ihn okay waren und wann nicht. Er bot sich entweder einfach an, oder ging weg. Doch immer, wenn der gehandicapte Mann Pause machte, legte der Hund sich dazu. "Er hat das Streicheln genossen und sich angeboten, zu kuscheln", sagt Pfaffenberger.

"Bomber" und der junge Mann hatten ihre eigene Sprache, die keiner Worte bedurfte. Laut der stellvertretenden Leiterin des Tierheims begriff der Mann trotz seiner Einschränkungen sehr schnell, wie er mit dem Hund umgehen musste. "'Wenn ich zu grob bin oder mich verspanne, geht der Hund weg von mir' und das wollte er nicht", erklärt die Tierschützerin.

"Bomber" gab Mann mit Autismus plötzlich Mut

Als der junge Mann "Bomber" streichelte, fasste er plötzlich ganz neuen Mut. Er fragte die stellvertretende Leiterin, ob sie einmal mit ihm Kaffee trinken möchte. Danach wurde Pfaffenberger von ihrer Chefin ungläubig zur Seite genommen. Die Chefin erzählte, dass der junge Mann noch nie von sich aus mit jemand anderem, als seinen Eltern und seiner Betreuerin gesprochen hatte. Ein wahres Wunder.

Nun mussten sich die Tierschützer von ihrem geliebten "Bomber" trennen. Wegen einiger großer Tumore musste er eingeschläfert werden. Er hatte vielen Menschen sehr viel bedeutet.

Die Tierschützer entschieden sich für eine kostspielige Einzeleinäscherung des Hundes. "Wir haben eine schöne Urne ausgesucht", erklärt Pfaffenberger voller Trauer. Zusammen mit Bildern von Hund "Bomber" soll die Urne aufgestellt werden. "Er darf einen Ehrenplatz bei uns im Tierheim Hersbruck haben."

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