• Corona-Zahlen steigen weiter: 7-Tage-Inzidenz bei 378,2 (Stand: 16.12.2020)
  • Schwabach mit dritthöchstem Wert in ganz Bayern
  • Stadt erlässt weitere Corona-Maßnahmen
  • Verschärfte Regelungen gelten seit Mittwoch (16. Dezember)

In der Stadt Schwabach sind die Corona-Zahlen weiterhin besorgniserregend. In Abstimmung mit der Regierung Mittelfranken hat die Stadt nun weitere Maßnahmen erlassen, die ergänzend zu den bayernweiten Maßnahmen am Mittwoch (16. Dezember 2020) in Kraft getreten sind.

Update vom 16.12.2020: Inzidenz bei 378,2 - seit Mittwoch gelten in Schwabach strengere Regeln

Die Corona-Zahlen in Schwabach sind nach wie vor extrem hoch. Mit einer 7-Tages-Inzidenz von 378,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern erreicht die Stadt den dritthöchsten Wert des Tages in ganz Bayern (Stand: 16.12.2020). Deshalb verschärft die Stadt Schwabach die Corona-Maßnahmen und ergänzt die bayernweiten Regelungen.

  • Supermärkte müssen Eingangskontrollen durchführen sowie deutlich sichtbar auf die Höchstzahl an Kunden und die Maskenpflicht auf dem Parkplatz hinweisen.
  • Demonstrationen dürfen nur noch ortsfest ohne "Marsch" stattfinden und maximal 60 Minuten dauern. Es herrscht durchgängige Mundschutzpflicht, mit Ausnahme von Redebeiträgen.
  • Bewohner von Pflegeheimen sowie Krankenhauspatienten dürfen maximal eine Person für 60 Minuten pro Tag empfangen. Ausnahme bleibt die Begleitung von Sterbenden.
  • Heimbewohner müssen nach sogenannten "Familienheimfahrten" bei Rückkehr einen negativen Test vorlegen bzw. in Zimmerquarantäne bleiben, bis ein solcher vorliegt.
  • Auf Bolzplätzen und Skateranlagen darf nur noch Individualsport betrieben werden.

Die Stadt behält sich vor, zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionslage zu erlassen, sollte sich das Infektionsgeschehen weiterhin derartig negativ entwickeln.

Update vom 02.12.2020: Schwabachs Corona-Wert unter den zehn höchsten Deutschlands - Ausgangsbeschränkung ab 3. Dezember

In Schwabach gilt ab Donnerstag (3. Dezember 2020) eine allgemeine Ausgangsbeschränkung. Das heißt, dass nur noch aus triftigen Gründen das Haus verlassen werden darf. "Aufgrund des sehr dynamischen Infektionsgeschehens in den letzten Tagen, sind wir gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Roth-Schwabach und der Regierung von Mittelfranken zu dem Schluss gekommen, diese Maßnahme nun umsetzen", sagt Oberbürgermeister Peter Reiß (SPD). Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von über 340 am 2. Dezember ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) eine der zehn höchsten in ganz Deutschland, betont die Stadt Schwabach am Mittwochvormittag.

Für den enormen Anstieg der Corona-Zahlen sind großenteils zwei "Infektionsherde" verantwortlich: Im AWO-Pflegeheim in der Wittelsbacherstraße haben sich mehr als 75 Prozent der Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Hinzu kommt eine Wohngruppe von Demenzkranken mit derzeit 10 positiv Getesteten. "Allein durch diese beiden Orte hat sich die Inzidenz um 227 erhöht, erklärt Jürgen Ramspeck, Pressesprecher der Stadt Schwabach, am Dienstagnachmittag inFranken.de.

"Wir appellieren daher an alle Schwabacherinnen und Schwabacher, das Haus nur in dringend notwendigen Fällen zu verlassen", sagt Oberbürgermeister Reiß. "Es ist auch wichtig, die Abstandsgebote an der frischen Luft einzuhalten und sich nicht Grüppchen zu treffen.“ Die Ausgangsbeschränkungen sind an diejenigen der Stadt Nürnberg angeglichen, dort herrscht eine ähnlich hohe 7-Tage-Inzidenz vor. In Schwabach gelten die Beschränkungen ab Mittwoch, 3. Dezember, bis vorläufig Montag, 14. Dezember.

"Mit diesen Maßnahmen wollen wir das Infektionsgeschehen, dass sich auf einzelne eingrenzbare Orte, aber auch auf das gesamte Stadtgebiet verbreitet, in den Griff bekommen“, so Reiß weiter. "Wir werden die Entwicklung der Zahlen täglich beobachten. Wir setzen aufgrund der teilweise spezifisch zuordenbaren Ausbrüche auf konsequente, aber in 10 Tagen noch einmal zu prüfende Regelungen.“

Triftige Gründe zum Verlassen des Hauses sind insbesondere:

  • die Ausübung beruflicher Tätigkeiten
  • die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen
  • der Besuch bei Angehörigen therapeutischer Berufe sowie das Aufsuchen von beratenden Diensten und Kriseninterventionsdiensten
  • das Einkaufen, einschließlich des Bedarfs für Weihnachten, sowie die Inanspruchnahme der nach der 9. BayIfSMV erlaubten Dienstleistungen
  • der Besuch eines anderen Hausstands unter Beachtung der Beschränkungen des § 3 Abs. 1 der 9. BayIfSMV
  • die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen oder die Erledigung von Besorgungen für diese
  • die Begleitung Sterbender und von Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen sowie die Teilnahme an Beerdigungen
  • die Teilnahme an Gottesdiensten und Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft, allerdings ausschließlich alleine, mit einer weiteren nicht im selben Hausstand lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands und ohne jede sonstige Gruppenbildung
  • Handlungen zur Versorgung von Tieren
  • Ämtergänge
  • Schulwege

Zugangskontrolle: Heimbewohner müssen negativen Schnelltest vorlegen

Konkret auf das Infektionsgeschehen in Schwabach abgestimmt ist die Maßnahme einer Zugangskontrolle zu den Schwabacher Alten- und Pflegeeinrichtungen, so die Stadt weiter. Demnach werden Besucherinnen und Besucher nur noch nach einem negativen Schnelltest zugelassen. Zudem werden alle Beschäftigen mindestens einmal pro Woche getestet. Bei sogenannten "Familienheimfahrten“ mit Übernachtung müssen die Bewohner bei Rückkehr einen negativen Test vorlegen beziehungsweise in Zimmerquarantäne bleiben, bis ein entsprechend negativer Test vorliegt.

In Schwabacher Schulen gilt für weiterführende Schulen ab der 8. Jahrgangsstufe Wechselunterricht. Ausnahmen sind die Schule am Museum und die jeweiligen Abschlussklassen. "Wir haben uns hier kurzfristig intensiv mit den Schwabacher Schulen abgestimmt eine bestmögliche und handhabbare Lösung unter den gegebenen Umständen im Sinne der Eltern gefunden“, so Oberbürgermeister Reiß. Der Sportunterricht bleibt soweit möglich zulässig.

Weitere Beschränkungen betreffen der Stadt Schwabach zufolge angemeldete Demonstrationen. Dabei müssen alle Teilnehmer einen Mund-Nase-Schutz tragen. Ausgenommen sind die Versammlungsleitung und Redner während Durchsagen und Redebeiträgen. Die Dauer der Versammlung ist auf höchstens 60 Minuten beschränkt und darf ausschließlich ortsfest stattfinden.

Stadt Schwabach erlässt Maskenpflicht und Alkoholverbot

Auf zentralen Begegnungsflächen besteht Maskenpflicht sowie ein Verbot des Konsums von Alkohol. Diese zentralen Begegnungsflächen werden für die Stadt Schwabach wie folgt festgelegt:

  • Bahnhofsstraße vom Bahnhof Schwabach bis zur Kreuzung Weißenburger Straße/Rother Straße
  • Ludwigstraße, Sablaiser Platz und Platz vor der Post
  • Martin-Luther-Platz und Kappadocia
  • Rathausgasse
  • Königsplatz und Königsstraße

Die Maskenpflicht gilt der Stadt Schwabach zufolge in der Zeit von 6 Uhr bis 19.30 Uhr. Das Verbot des Konsums von Alkohol auf den festgelegten Flächen gilt ganztägig.

Erstmeldung vom 01.12.2020: Inzidenz über Nacht mehr als verdoppelt - Schwabach verschärft Corona-Maßnahmen

Im mittelfränkischen Schwabach hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages massiv zugenommen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Dienstag (1. Dezember 2020) bei mehr als 300. Die hohen Infektionszahlen gehen im Wesentlichen auf zwei Ausgangsstellen zurück. Um die Ausbreitung von Corona-Infektionen einzudämmen, hat die Stadt Schwabach nun verschärfte Maßnahmen erlassen. Diese treten bereits ab Mittwoch (2. Dezember) in Kraft. 

Laut der Stadt Schwabach hat die 7-Tage-Inzidenz am 1. Dezember den Wert von 319 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern erreicht. Am Vortrag lag der Wert noch bei 139,09. Damit hat sich der Inzidenzwert von einem Tag auf den anderen mehr als verdoppelt.

Corona-Zahlen stark gestiegen: Pflegeheim und Demenzgruppe als "Infektionsherde"

Für den enormen Anstieg sind großenteils zwei "Infektionsherde" verantwortlich:  Im AWO-Pflegeheim in der Wittelsbacherstraße haben sich mehr als 75 Prozent der Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Hinzu kommt eine Wohngruppe von Demenzkranken mit derzeit 10 positiv Getesteten. "Allein durch diese beiden Orte hat sich die Inzidenz um 227 erhöht, erklärt Jürgen Ramspeck, Pressesprecher der Stadt Schwabach, inFranken.de.

Nach der am Montag erlassenen 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sind für aktuell weitergehende Maßnahmen die Inzidenzwerte von 200 und 300 entscheidend. Ab einer Überschreitung des Werts von 200 greifen verschiedene Infektionsschutzmaßnahmen automatisch. Deshalb gelten ab Mittwoch, 2. Dezember, aufgrund der 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung laut der Stadt Schwabach folgende Maßnahmen für das Stadtgebiet:

  • Stände auf dem Wochenmarkt, die keine Lebensmittel verkaufen, sind untersagt. Damit können auch die zusätzlichen Buden auf dem Wochenmarkt, die für das zweite Adventswochenende angekündigt waren, nicht betrieben werden.
  • Der Unterricht in Schulen findet ab der 8. Klasse im Wechselunterricht statt. Ausnahmen sind die Schule am Museum und die Abschlussklassen aller weiterführenden Schulen.
  • Musikschulunterricht und Fahrschultheorie-Unterricht ist in Präsenz untersagt.
  • Alkoholkonsum ist auf bestimmten öffentlichen Flächen mit hoher Besucherfrequenz rund um die Uhr untersagt. Die entsprechenden Flächen werden von der Stadtverwaltung in Kürze per Allgemeinverfügung bekannt gegeben.

Diese Maßnahmen können außer Kraft gesetzt werden, wenn die 7-Tage-Inzidenz an 7 aufeinander folgenden Tagen den Wert von 200 unterschreitet, berichtet die Stadt Schwabach.

Corona-Maßnahmen aufgrund des Inzidenzwerts über 300

Aufgrund des Überschreitens des Inzidenzwerts von 300 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner muss die Stadt nach der 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung weitergehende Maßnahmen zur Senkung der Infektionszahlen in Schwabach ergreifen.

Diese Maßnahmen gelten ab Mittwoch, 2. Dezember, und werden derzeit aber noch mit der Regierung von Mittelfranken und dem Gesundheitsamt Roth-Schwabach abgestimmt. Sie werden noch am 1. Dezember schnellstmöglich bekannt gegeben.

Allgemeingültige Maßnahmen ab 1. Dezember

Darüber hinaus gelten am 1. Dezember in Schwabach die in der 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 30. November festgelegten Maßnahmen bis vorerst 20. Dezember:

  • Kontaktbeschränkung: Ein Treffen ist nur mit Angehörigen eines zweiten Haushalts möglich, maximal dürfen sich 5 Personen treffen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.
  • Veranstaltungen sind untersagt, auch Tagungen und Kongresse. Ausnahmen sind Gottesdienste, Versammlungen von Glaubensgemeinschaften und Demonstrationen unter Einhaltung eines Hygienekonzepts.
  • Im öffentlichen Personennahverkehr gilt Maskenpflicht.

Freizeiteinrichtungen

  • Individualsport ist nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt. Mannschaftssportarten sind untersagt. Ausnahme ist Profisport (in Schwabach 2. Bundesliga-Basketball der Damen) unter Einhaltung von Hygienevorschriften.
  • Der Betrieb und die Nutzung von Sporthallen, Sportplätzen, Fitnessstudios, Tanzschulen und anderen Sportstätten ist untersagt.
  • Spielplätze unter freiem Himmel sind für Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen geöffnet. Der Aktivspielplatz wird geschlossen.
  • Stadtrundgänge sind untersagt.
  • Das Hallenbad, Wellnesszentren und Saunen bleiben geschlossen.

Geschäfte, Gastronomie und Hotellerie

  • In Ladengeschäften gilt Maskenpflicht. Die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Kunden bemisst sich wie folgt: ein Kunde je 10 m² für die ersten 800 m² der Verkaufsfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 20 m² für den 800 m² übersteigenden Teil der Verkaufsfläche.
  • Für das Personal, die Kunden und ihre Begleitpersonen gilt Maskenpflicht in den Verkaufsräumen, auf dem Verkaufsgelände, in den Eingangs- und Warteflächen vor den Verkaufsräumen und auf den zugehörigen Parkplätzen.
  • Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist, sind untersagt (zum Beispiel Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios). Ausnahmen sind Friseurbetriebe.
  • Gastronomiebetriebe bleiben geschlossen. Die Abholung und Lieferung von Speisen und Getränken ist zulässig.
  • Hotels und Pensionen dürfen nur für beruflich bedingte Übernachtungsmöglichkeiten unter Einhaltung eines Hygienekonzepts öffnen. Touristische Übernachtungen sind untersagt.

Außerschulische Bildung und Schulen

  • Die Volkshochschule und weitere private Erwachsenenbildungsträger dürfen keine Präsenzkurse anbieten.
  • Jugendeinrichtungen, wie das AUREX, der Kinder- & Jugendtreff Babberlabab sowie der Kinder- & Jugendtreff K37 bleiben geschlossen.

Kulturstätten

  • Stadtmuseum, Jüdisches Museum, die Stadtbibliothek und das Kino bleiben geschlossen.

Auch in Nürnberg hat die Inzidenz einen Wert von über 300 erreicht. Ab sofort gelten in der Stadt strikte Ausgangsbeschränkungen. Die neue Allgemeinverfügung ist bereits in Kraft.