Über ein Dutzend ähnlicher Wohnungseinbrüche landete in den vergangenen Wochen bei der Nürnberger Kriminalpolizei. Nach umfangreichen Ermittlungen staunte diese "nicht schlecht", als sie ein Waldlager fand.
In den vergangenen Wochen kam es in den Stadtgebieten Nürnberg und Fürth zu mehreren Einbrüchen. Die Kriminalpolizei Nürnberg berichtet jetzt von einem großen Erfolg bei den Ermittlungen. Bilder zeigen Diebesgut und zwei Zelte, in denen sich ein Mann und eine Frau häuslich niedergelassen hatten.
Seit Februar 2023 ereigneten sich in besagtem Gebiet insgesamt über ein Dutzend ähnlicher Wohnungseinbrüche, die mehrere Gemeinsamkeiten aufweisen. Besonders Erdgeschoss- und Hochparterrewohnungen waren dabei Ziel der unbekannten Täter. Ebenso verzeichneten alle Wohnungen immense Sachschäden, während die Beute der Einbrecher vergleichsweise geringen ausfiel. Dank umfangreicher Ermittlungen der Kriminalpolizei in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gelang den Verantwortlichen am Wochenende die Festnahme zweier Tatverdächtiger.
Über ein Dutzend Wohnungseinbrüche in Nürnberg und Fürth - Kriminelle leben in Waldunterschlupf
Die Kriminalpolizei berichtet auszugsweise von mehreren erst kürzlich geschehenen Einbrüchen. Beispielsweise verschafften sich unbekannte Täter in der Nacht vom 18. März auf den 19. März 2023 gleich Zutritt zu zwei Wohnungen im "Jupiter-", bzw. "Neptunweg" in Fürth. Am 31. März wurde darüber hinaus in eine weitere Fürther Wohnung in der "Hardstraße" eingebrochen. Erst kürzlich (14. April) schlugen die Täter auch in Nürnberg nahe dem Stadtpark zu.
Aufgrund der Gemeinsamkeiten bei den Einbrüchen wurden die Ermittlungen bei der Nürnberger Kriminalpolizei an das Kommissariat 47 übergeben, die besonders auf Serienzusammenhänge oder Bandenkriminalität spezialisiert sind. Dank "akribischer Spurenarbeit an den Tatorten" und weitere umfangreiche Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass für all diese Wohnungseinbrüche dieselben Täter verantwortlich sein könnten.
Ein präziser Tatverdacht richtete sich dabei gegen einen 44-jährigen Mann und eine 27-jährige Frau, die am Samstagabend (15. April) am Bahnhof in Behringersdorf festgenommen werden konnten. Dabei arbeiteten die Ermittler mit einer zivilen Einsatzgruppe zusammen. "Im Laufe der Ermittlungsarbeiten zu mehreren Wohnungseinbrüchen staunten die Kollegen der Kriminalpolizei nicht schlecht, als sie im Wald bei Behringersdorf ein Lager auffinden konnten, in dem die Diebe nicht nur das Diebesgut aufbewahrten, sondern sich auch häuslich niedergelassen hatten." So formuliert es die Polizei Mittelfranken.
Diebesgut in Waldunterschlupf gefunden
Wie weitere Ermittlungen ergaben, sind beide Täter ohne festen Wohnsitz. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg Fürth stellte gegen den 44-Jährigen und seine 27-jährige Gefährtin einen Haftantrag, zwischenzeitlich wurde auch ein Haftbefehl gegen beide erlassen. Die Ermittlungen der Nürnberger Kriminalpolizei dauern jedoch noch an.