Geiselnahmen und Amokläufe: Großübung in Nürnberg mit rund 400 Personen

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Nürnberg: Großübung mit rund 400 Personen - Geiselnahmen und Amokläufe
ASB, Katastrophenschutz, Übung
Nürnberg: Großübung mit rund 400 Personen - Geiselnahmen und Amokläufe
Timm Schamberger

In Nürnberg fand eine gemeinsame Großübung von Polizei, ASB-Rettungsdienst und -Bevölkerungsschutz, Klinikum Nürnberg, VAG, Feuerwehr und Leitstelle statt. Lebensbedrohliche Einsatzlagen - wie Geiselnahmen und Amokläufe - wurden trainiert.

Im Westen von Nürnberg hat am Dienstag (7. November 2023) an mehreren Örtlichkeiten eine gemeinsame Großübung von Polizei, ASB-Rettungsdienst und -Bevölkerungsschutz, Klinikum Nürnberg, VAG, Feuerwehr und Leitstelle stattgefunden, wie der Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Bayern e.V. in einer Pressemitteilung berichtet. 

Insgesamt haben an der Übung rund 400 Personen teilgenommen. Es wurden in mehreren Durchgängen lebensbedrohliche Einsatzlagen – wie Geiselnahmen und Amokläufe – am U-Bahnhof Großreuth, im Südwestpark, in der Landesgewerbeanstalt und in einem Kraftwerk trainiert.

Für die eingesetzten Polizeikräfte ging es darum, die „Täter“ zu entwaffnen, „Geiseln“ zu befreien und „Verletzte“ in Sicherheit zu bringen und an den ASB-Rettungsdienst zu übergeben. Der Rettungsdienst brachte die Verletzten im nächsten Schritt in ein von Mitarbeitenden des Klinikums Nürnberg betriebenes Übungskrankenhaus auf dem Gelände der Polizeiinspektion West.

Insgesamt waren über 70 aufwendig geschminkte und präparierte Mimen mit realitätsnahen Verletzungsmustern im Einsatz – es handelte sich dabei unter anderem um angehende Notfallsanitäter der ASB-Schulen mit Sitz in Lauf an der Pegnitz. „Wir danken allen Beteiligten für die Teilnahme an dieser Großübung“, sagt Kim Naujoks vom ASB-Landesverband Bayern. „Sie alle haben dazu beigetragen, dass viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden konnten.“

Das Training wurde über einen Zeitraum von einem Jahr geplant. Seitens des ASB waren Einheiten aus München, Nürnberg, Lauf, Erlangen, Forchheim, Gräfenberg, Coburg, Neustadt bei Coburg, Kronach, Schweinfurt, Jura und dem Allgäu.