Unterirdischer Arbeitsunfall: Feuerwehr rettet Mann aus 10 Metern Tiefe - Er ist zusammengebrochen

1 Min

In Nürnberg ist ein Arbeitsunfall passiert: Nach Arbeiten in einem Überdruckbereich ist ein Mann zusammengebrochen. Er musste von Spezialtrupps der Feuerwehr gerettet werden.

Auf dem Rückweg von der Dekompressionskammer des Tunnelvortriebes zum Tunnelausgang kollabierte ein 42-jähriger Bauarbeiter. Etwa 300 bis 350 Meter vor dem Tunnelausgang und musste er durch die Feuerwehr gerettet werden. Dies teilte die Nürnberger Berufsfeuerwehr mit.

Am Pfingstsamstag (27. Mai) wurden, durch die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr Nürnberg, gegen 18.30 Uhr Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Nürnberg-Gartenstadt zu einem Tiefbauunfall in die Gartenstadt alarmiert. Die zu rettende Person befand sich in etwa 10 Metern Tiefe unter der Geländeoberfläche für die Erneuerung des Abwassersystems.

Medizinischer Notfall: Befindet sich der Mann im Überdruckbereich?

Die ersten Einheiten der Berufsfeuerwehr Nürnberg und der Freiwilligen Feuerwehr Nürnberg-Gartenstadt, deren Gerätehaus in unmittelbarer Nähe zur Baustelle lag, gingen mit zwei Trupps unter Atemschutz in die Baugrube zum Tunneleingang vor und erkundeten die Lage.

Da beim Eintreffen der Einsatzkräfte noch nicht wussten, ob sich der Arbeiter im Normal- oder Überdruckbereich der Baustelle befand, wurden Mitglieder der Tauchergruppe mit Langzeit-Atemschutzgeräten ausgerüstet, um eventuell in diesem Bereich tätig zu werden. Diese sind für Einsätze bei Überdruck geschult.

Da sich der Arbeiter außerhalb des Überdruckbereiches befand, retteten die ersten Trupps an der Tunnelröhre sofort den Arbeiter. Er wurde mit einer Schleifkorbtrage zur Einstiegsgrube am Tunnelausgang gebracht. Hier bereitete die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr bereits die Personenrettung über die Drehleiter mittels Schleifkorbtrage und Flaschenzug vor. Der Patient wurde schonend umgelagert und mit einem Höhenretter an seiner Seite, über die Drehleiter, aus der Baugrube gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.

Arbeiter kommt in Spezialklinik

Nach der Untersuchung des Patienten wurde durch den Rettungsdienst veranlasst, dass er nach Regensburg in eine Spezialklinik mit Druckkammer mittels Rettungshubschrauber verlegt wurde. Von der Feuerwehr waren rund 45 Kräfte im Einsatz, durch die Polizei wurde die Einsatzstelle abgesichert.

Vorschaubild: © NEWS5 / Schwan (NEWS5)