Nürnberg (ots) -
Am Montagabend (05.01.2026) fanden in der Nürnberger Innenstadt mehrere Versammlungen statt. Zahlreiche Polizeibeamte waren im Einsatz, um das unmittelbare Aufeinandertreffen der unterschiedlichen politischen Lager zu verhindern und den ordnungsgemäßen Ablauf des Versammlungsgeschehens zu gewährleisten.
Zur Kundgebung mit dem Titel "Deutschland im Würgegriff linksextremer Propaganda" sammelten sich gegen 18:30 Uhr rund 65 Teilnehmer am Hallplatz zur Auftaktkundgebung. Zeitgleich formierten sich in unmittelbarer Nähe vier Gegenproteste ("Alerta Parade - Wir bleiben laut! Wir sind Liebe, Liebe, Liebe, Liebe, Liebe!", "Vor Gott sind alle Menschen gleich!", "Nürnberg nazifrei", "Mahnwache gegen die Demo vom Team Menschenrechte"), an denen in der Spitze rund 150 Personen teilnahmen. Vor Ort setzte die Polizei Sperrgitter ein, um die Teilnehmer der unterschiedlichen Versammlungen voneinander zu trennen.
Gegen 19:20 Uhr formierten sich die Teilnehmer der erstgenannten Versammlung zu einem Demonstrationszug, welcher sich auf der angemeldeten Wegstrecke durch die Nürnberger Innenstadt bewegte. Ein Großteil der Gegendemonstranten beteiligte sich ebenfalls an angemeldeten Aufzügen.
Einige Teilnehmer des Gegenprotests versuchten wiederholt, auf die Aufzugsstrecke zu gelangen. Auch versuchten Gegendemonstranten, den Aufzug zu blockieren, indem sie sich auf dem Boden niederließen. Diese Blockadeaktionen konnten umlaufen werden.
Im Bereich der Klaragasse verhinderten die Beamten ein Aufeinandertreffen der gegnerischen Versammlungsteilnehmer, indem sie gegen Teilnehmer des Gegenprotests unmittelbaren Zwang anwandten. Ein Beamter wurde durch einen Teilnehmer der Gegendemonstration zu Boden gerissen, blieb jedoch unverletzt.
Nachdem der Aufzug zum Hallplatz zurückgekehrt war, wurde die Versammlung nach einer Abschlusskundgebung gegen 20:45 Uhr beendet.
Verstöße im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen werden im Nachgang durch die Kriminalpolizei Nürnberg geprüft.