Nürnberg (ots) -
Im Zuge der weiterhin intensiv geführten Ermittlungen der "EKO Kajal" nahm die Polizei in Nürnberg in der vergangenen Woche (10.-14.08.2026) zwei Männer fest, die unabhängig voneinander in Verdacht stehen, Drogen an minderjährige Mädchen abgegeben zu haben. Einem der beiden Männer werden außerdem Sexualstraftaten vorgeworfen. Gegen beide Tatverdächtige hat das Amtsgericht Nürnberg zwischenzeitlich Untersuchungshaftbefehle erlassen.
Zunächst hatte sich in der Nacht zum vergangenen Montag (10.08.2026) eine 15-jährige Jugendliche aus einer Wohnung in der Unteren Kanalstraße bei der Polizei gemeldet, weil sie dort von einem Mann sexuell bedrängt worden sei. Derselbe Mann habe ihr zudem Drogen angeboten. Ermittler der "EKO Kajal" konnten die 15-Jährige in der besagten Wohnung antreffen. Dort nahmen die Beamten außerdem den Tatverdächtigen fest, bei dem es sich um einen 46-jährigen Syrer handelt.
Die Ermittler der "EKO Kajal" gehen außerdem davon aus, dass der Mann zurückliegend eine weitere 15-Jährige im Gegenzug für die Abgabe von Betäubungsmitteln und Geld sexuell missbraucht hat. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Ermittlungsrichter einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 46-jährigen Tatverdächtigen.
Unabhängig davon nahmen Ermittler der "EKO Kajal" am Freitag (14.08.2026) einen weiteren Mann im Stadtgebiet Nürnberg fest. Dieser Festnahme war die Meldung von Passanten vorausgegangen, denen in den Morgenstunden eine erkennbar unter Drogeneinfluss stehende Jugendliche am Leonhardsplatz aufgefallen war. Die ersten Ermittlungen deuten darauf hin, dass die betroffene 15-Jährige und eine gleichaltrige Begleiterin zuvor von einem 21-jährigen Griechen verschiedene Drogen bekommen hatten. Die aufgegriffene 15-Jährige musste infolge der deutlichen Auswirkungen des Drogenkonsums vorübergehend in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Beamten nahmen den vor Ort anwesenden Tatverdächtigen fest. Gegen den 21-Jährigen stellte die Staatsanwaltschaft ebenfalls einen Haftantrag, den das Amtsgericht Nürnberg mit dem Erlass eines Untersuchungshaftbefehls bestätigte.
Ungeachtet der beiden jüngsten Festnahmen wird die gemeinsame Ermittlungsarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft im Rahmen der "EKO Kajal" unvermindert weitergeführt.
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