BMW schleudert über A9: 200-Meter-Trümmerfeld und Ärger mit der Rettungsgasse

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Ein schwerer Unfall mit fünf Fahrzeugen sorgte auf der A9 für eine stundenlange Vollsperrung. Probleme mit der Rettungsgasse behinderten den Einsatz der Helfer.

Ein BMW-Fahrer schleuderte auf der A9 bei Hormersdorf mit hoher Geschwindigkeit in die linke Betongleitwand, die rechte Leitplanke und dann in einen Lkw. Der Fahrer wurde bei dem Crash zum Glück nur leicht verletzt, wie die Verkehrspolizei Bayreuth berichtet - allerdings gab es Ärger mit der Rettungssgasse.

Am späten Donnerstagabend (11. Juni 2026) kam es auf der A9 bei Hormersdorf in Fahrtrichtung Süden zu einem größeren Verkehrsunfall mit insgesamt fünf beschädigten Fahrzeugen.

BMW-Fahrer löst folgenschweren Unfall auf A9 aus 

Ein 42-jähriger Nürnberger befand sich mit seinem BMW 840i auf Höhe Hormersdorf. Eigenen Angaben zufolge war er mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, als er bei feuchter Fahrbahn die Kontrolle verlor und in das Heck eines Sattelzuganhängers auf der rechten Spur fuhr. Von dort schleuderte der BMW zuerst in die Betongleitwand, dann quer über die drei Fahrspuren hinweg in die rechte Außenschutzplanke, am Lkw-Gespann vorbei, und kam letztlich vor diesem am Standstreifen zum Stehen. 

Der Lkw konnte glücklicherweise rechtzeitig anhalten. Der sich alleine im BMW befindende Fahrer wurde leicht verletzt und nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst vor Ort in ein Krankenhaus gebracht. An seinem BMW entstand Totalschaden, alle Airbags lösten aus und der Motorblock wurde aus seinem Fahrzeug gerissen und lag mehrere Meter entfernt von diesem auf der Fahrbahn. Am Lkw entstand ebenfalls hoher Sachschaden, da die hintere Achse massiv beschädigt wurde. Das Gespann musste geschleppt werden.

Durch das Unfallgeschehen erwartete die anfahrenden Einsatzkräfte der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth ein Trümmerfeld auf einer Länge von etwa 200 Metern über alle Fahrspuren verteilt. Ein weiterer Lkw und zwei Pkw fuhren über diese Trümmer. Beide Pkw hatten Schäden an den Reifen, mussten daher abgeschleppt werden. Der Lkw fuhr ebenfalls über das Trümmerfeld und riss sich hierbei die Ölwanne auf. Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich, weshalb auch dieses Gespann abgeschleppt werden musste.

Trümmerfeld über alle Fahrspuren - fünf Fahrzeuge beschädigt, Ärger mit Rettungsgasse

Die Fahrbahn in Fahrtrichtung Nürnberg war von 23.20 Uhr bis etwa 4.00 Uhr komplett gesperrt. Erst nachdem die durch Öl stark versschmutzte Fahrbahn durch eine Spezialfirma gereinigt wurde, konnte die Richtungsfahrbahn wieder freigegeben werden. Der Stau war mehrere Kilometer lang. Eine Ausleitung des Verkehrs fand nach Unterstützung durch das THW Pegnitz und die Autobahnmeisterei Trockau an der Anschlussstelle Plech statt. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von rund 180.000 Euro.

Zusätzlich befanden sich zur Unterstützung eine Streife der Polizei Pegnitz und die Feuerwehren aus Schnaittach, Ottenhof/Bernheck und Plech mit vor Ort. Insgesamt waren neun Fahrzeuge des Abschleppdienstes und ein Sonderfahrzeug zur Reinigung der Fahrbahn vor Ort.

"Leider konnten nur einige kleinere dieser Fahrzeuge durch die Rettungsgasse zur Unfallstelle anfahren", berichtet die Polizei am Freitagmorgen. Auch diese hatten "massive Probleme" beim Durchkommen, mussten sich durch ständiges Aufblenden und Hupen erkennbar machen und wurden noch zusätzlich durch einige Lkw-Fahrer beleidigt. Dutzende Lkw-Fahrer hätten laut Polizei keine Rettungssgasse gebildet. Anfahrende größere Fahrzeuge des Abschleppdienstes konnten nur erschwert anfahren, was zu längeren Wartezeiten führte. 

Vorschaubild: © Jan Woitas/dpa (Symbolbild)