Daniel Emminger auf Allgäuer Hof erschossen - dringende Suche nach Täter läuft

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Daniel Emminger (33) auf Allgäuer Hof erschossen - Polizei nennt Details
Der Fall des getöteten Daniel Emminger (rechts) war Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst".
Daniel Emminger (33) auf Allgäuer Hof erschossen - Polizei nennt Details
ZDF/Nadine Rupp; Kriminalpolizei Memmingen; Collage: inFranken.de

Mit nur 33 Jahren starb Daniel Emminger durch ein Gewaltdelikt auf seinem Hof im Allgäu. Die Polizei bittet bei den Ermittlungen um Mithilfe.

Der 33-jährige Daniel Emminger wurde vor fast vier Monaten tot auf seinem Einödhof im Unterallgäu gefunden. Am Mittwochabend (29. Juli 2026) stellte die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" den Fall vor. Auch ein Verbrechen aus dem Kreis Bamberg wurde hier thematisiert. Über den Getöteten schreibt das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West: "Der 33-Jährige lebte als Selbstversorger, betrieb eine solidarische Landwirtschaft, hielt Kurse zu verschiedenen Themen ab und bot auch Stellplätze für durchreisende Camper an."

Das Anwesen befindet sich in Kunzach in der Nähe des Breitenbrunner Ortsteils Bedernau - der Mann habe dort allein gelebt. Wie "Aktenzeichen XY..." berichtete, war er geschieden und hatte einen fünfjährigen Sohn, um den er sich regelmäßig kümmerte. Auf seinem Anwesen, das weder über einen Kanalanschluss noch über eine Wasser- oder Stromversorgung verfügte, veranstaltete er gelegentlich kleinere Festivals mit esoterischen Kursen und ging Interessen wie Rutengehen, Astrologie und der Herstellung pflanzlicher Essenzen nach.

Wieso musste Daniel Emminger sterben? Polizei mit Zeugenaufruf

Der Tote war am Karfreitag gefunden worden. Am Tatort wurden Projektile sichergestellt, wie es weiter in der ZDF-Sendung hieß. Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann in der Nacht auf den 1. April mit einem Gewehr erschossen wurde, wie Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei mitteilten. Von der Waffe fehle bis heute jede Spur. Möglicherweise sei diese nach dem Mord entsorgt worden, hieß es. Die Polizei gehe davon aus, dass sich Täter und Opfer kannten.

Eine Sonderkommission "Soko Waldrand" ermittelt in dem Fall. Rund eine Woche nach dem Fund des Toten war das Anwesen eines 50-jährigen Tatverdächtigen durchsucht worden. Es seien auch Spezialkräfte im Einsatz gewesen, hieß es damals. Doch noch wurde kein Täter gefasst. Für entscheidende Hinweise, die zu einer Festnahme des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von bis zu 5000 Euro ausgesetzt.

Die Ermittler suchen Zeugen, die

  • zwischen dem 31. März und 1. April im Bereich Bedernau/Kunzach verdächtige Beobachtungen gemacht haben
  • Personen aus dem Umfeld des Opfers kennen, die über ein Gewehr verfügen oder die versucht haben, ein Gewehr zu verkaufen
  • Personen aus dem Umfeld des Getöteten oder des Tatorts, die nach dem 1. April wegen eines Hörschadens aufgefallen sind oder sich deshalb in ärztliche Behandlung begeben haben