Vor einer drohenden Verkehrskontrolle wird ein Auto plötzlich immer langsamer. Die Polizei findet schnell heraus, warum – und ermittelt nun gegen beide Insassen.
Auf der A9 in Richtung Berlin geriet ein Auto mit hoher Geschwindigkeit ins Visier der Polizei. Die zivile Streife signalisierte den Insassen des Wagens in der Nacht zum Samstag (3. Januar 2026) gegen 0.20 Uhr, den Beamten für eine Kontrolle auf die Rastanlage Feucht zu folgen.
Im Bereich der Abfahrt fuhr das Auto plötzlich "auffällig langsam" und mit vergrößertem Abstand zum Polizeiauto. Der Grund dafür: Die beiden Insassen des Wagens tauschten schnell ihre Plätze. Der bisherige Fahrer saß bei der Kontrolle plötzlich auf dem Beifahrersitz, meldet die Verkehrspolizei Feucht.
Fahrzeuginsassen tauschen vor Kontrolle schnell die Plätze – Trickserei auf A9 fliegt auf
Die Beamten ließen sich jedoch nicht austricksen: Schon zuvor hatten sie gesehen, dass während der Fahrt ein Mann am Steuer saß. Da der 29-Jährige keinen gültigen Führerschein besaß, tauschte er vor der Kontrolle schnell seinen Platz mit der bisherigen Beifahrerin – in der Hoffnung, die Polizei würde das nicht bemerken.
Den 29-Jährigen erwartet nun eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Auf die 23-jährige Beifahrerin kommt eine Strafanzeige wegen Strafvereitelung zu.
Vorschaubild: © Patrick Pleul/dpa