Rund 900 Schweine hatte ein Transporter auf der A6 bei Nürnberg geladen - das jedoch ohne Wasser und Frischluft. Neben einer saftigen Strafe kommt auf den Fahrer nun eine Anzeige zu.
Am Dienstagabend (3. September 2024) hat die Polizei auf der A6 bei Nürnberg einen Schweinetransport aus dem Verkehr gezogen. Bei der Kontrolle seien massive Verstöße nach dem Tierschutzgesetz festgestellt worden, wie die Verkehrspolizei Feucht am Mittwoch berichtete.
Der 25-jährige Fahrer des mit 875 Ferkeln beladenen Lasters war gleichzeitig der Geschäftsführer des Transportunternehmens. Die Schweine waren laut der Polizei auf fünf Stockwerke verteilt in den Anhänger geladen worden. Doch waren die Tiere dort nicht mit Trinkwasser versorgt und auch die Belüftungsanlage war nicht eingeschaltet. Die Tiere wirkten benommen und dehydriert. Eine Überprüfung der Temperaturüberwachungsanlage ergab, dass zum Zeitpunkt der Kontrolle eine Temperatur von über 31 Grad im Anhänger herrschte.
Aufgrund der vorliegenden Verstöße wurde das zuständige Veterinäramt in Kenntnis gesetzt. Durch das Veterinäramt wurde angeordnet, dass die Feuerwehr zum Abkühlen der Tiere und des Anhängers hinzugezogen werden soll. Dazu wurde der Anhänger von beiden Seiten mit Ventilator und Sprühnebel gekühlt. Im Anschluss wurde der Wassertank der Trinkwasserversorgung aufgefüllt und der Fahrer konnte, nach Zahlung einer Geldstrafe von rund 8.700 Euro, seine Fahrt fortsetzen. Ihn erwartet nun aber eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz.
@Gremnet: das kommt nicht unbedingt alles von Brüssel. in anderen EU Ländern ist das noch nicht so extrem. Die Vorgaben werden in Deutschland genauer ausgeführt.
Vor dem europäischen Zentralisierungs-, Vorschriften- und Bürokratiewahnsinn konnten lokale Metzger selbt schlachten. Oder überhaupt existieren.
Die Landwirtschaft konnte lokal und mit kleinen Betrieben existieren, Tiertransporte in solchem Ausmaß waren einfach unnötig, weil der letzte Pfennig nicht umgedreht werden musste.
Aber weder Politik noch die Bürger selbst haben ein gesteigertes Interesse am Wohlergehen von irgendjemanden ausser ihnen selbst.
Denn gerade der Konsument hätte es in der Hand. aber Billig geht eben vor Qualität. Wobei Qualität nicht teuer sein müsste...siehe erster Satz.
Nach diesem harten Klaps wird sich dieser ekelhafte Unternehmer ganz gewiss bessern.
Bis zum nächsten lukrativen Transport halt.
(Ich hätte mir gewünscht, diesem feinen Zeitgenossen die Erlaubnis zum Transport lebender Tiere dauerhaft zu entziehen.)