Schienenersatzverkehr beendet: Agilis-Züge fahren auf wichtiger Bahnstrecke wieder

1 Min
Schienenersatzverkehr beendet: Diese Züge fahren wieder
Das regionale Nahverkehrsunternehmen agilis hat seinen Hauptsitz in Regensburg. (Archivbild)
Schienenersatzverkehr beendet: Diese Züge fahren wieder
David-Wolfgang Ebener/dpa

Nach langen Monaten des Wartens sind die Sanierungsarbeiten endlich beendet. Agilis äußert sich zu der Bahnstrecke von Nürnberg nach Regensburg.

Die agilis-Züge des Regensburger Eisenbahnunternehmens verkehren seit Samstag (1. August 2026) wieder zwischen Nürnberg und Regensburg. Die Strecke war seit Februar beinahe sechs Monate lang wegen Sanierungsarbeiten weitgehend stillgelegt, erklärt die agilis Verkehrsgesellschaft mbH & Co. KG.

Zuletzt hatte sich die Fertigstellung der Korridorsanierung der Deutschen Bahn verzögert. Ursprünglich sollte die Sanierung am 10. Juli beendet sein, die DB InfraGo verschob den Termin allerdings kurzfristig.

Agilis-Züge zwischen Nürnberg und Regensburg - weitere Sanierung läuft

"Ich freue mich, dass unsere Züge endlich wieder bis Nürnberg unterwegs sind. Für die Geduld unserer Fahrgäste während der verlängerten Bauphase danke ich ausdrücklich", wird Gerhard Knöbel, Agilis-Geschäftsführer, zitiert. Abgesehen von einigen Störungen zu Anfang sei auch der Schienenersatzverkehr (SEV) insgesamt reibungslos verlaufen. Nun blicke Agilis zuversichtlich nach vorn, so der Geschäftsführer des Unternehmens. "Wir freuen uns auf den Tag, an dem auch die zweite Korridorsanierung in unserem Netz zwischen Obertraubling und Plattling beendet sein wird."

Die Strecke zwischen Obertraubling und Plattling bleibt noch bis mindestens Mitte Dezember 2026 aufgrund der Korridorsanierung gesperrt. Wieder stündlich verkehren der RE50 und der RE22 von Nürnberg aus nach Regensburg und zum Flughafen München. Der RB51 verbindet im 45-Minuten-Takt die Haltestellen zwischen Neumarkt und Regensburg. Der SEV wurde entsprechend eingestellt, ist der Meldung zu entnehmen.

Es könne jedoch zum Start noch zu Verspätungen und Verzögerungen auf der Strecke kommen. Grund dafür seien mehrere Fahrstellen auf der Strecke, an denen baubedingt noch langsam gefahren werden müsse. Auch an den Bahnhöfen und beim Erreichen von Anschlusszügen müssten Reisende noch mit Beeinträchtigungen rechnen, heißt es vonseiten des Agilis-Unternehmens.

Die Korridorsanierung ist für Agilis demnach "vor allem mit einem immensen Planungsaufwand und für das Fahrpersonal mit erheblicher persönlicher Flexibilität verbunden". Fahrzeugführer hätten Urlaube verlegt, Zugbegleiter betreuten Fahrgäste an den Bahnhöfen und bei der Nutzung des SEVs. Für die stillgelegten Züge des Unternehmens mussten laut Agilis zudem extra Abstellgleise angemietet werden.