Ein 27-jähriger Mann aus dem Raum Ansbach kam bei einem Überholmanöver aufgrund deutlich überhöhter Geschwindigkeit im Bereich der kurvigen Hienbergabfahrt nach links ins Bankett und verlor die Kontrolle über seinen Kleinwagen.

Nachdem das Fahrzeug die Böschung heftig touchiert hatte, wurde es auf die Fahrbahn zurückgeschleudert und kam mit erheblichen Beschädigungen im Bereich der rechten und mittleren Fahrspur zum Stehen. Auf der gesamten Fahrbahn lagen Fahrzeugteile und es liefen Betriebsstoffe über alle Fahrspuren und den Standstreifen.

Rasantes Überholmanöver - Autos fahren an Unfall einfach vorbei

Einige Verkehrsteilnehmer hielten an, um dem verletzten Fahrer zu helfen, etliche andere fuhren einfach am verunfallten Fahrzeug vorbei ohne zu helfen und verteilten die Betriebsstoffe auf der Fahrbahn, was die Reinigungsarbeiten deutlich erschwerte und eine längere Vollsperrung der A9 zur Folge hatte.

Die Sperrung konnte nach rund 45 Minuten sukzessive aufgehoben werden, sodass bis zur Bergung des Unfallfahrzeugs gegen 20:30 Uhr die linke und mittlere Spur für den Verkehr wieder freigegeben werden konnte. Aufgrund hohen Verkehrsaufkommens entstand ein längerer Stau, der sich nur langsam wieder auflöste.

Die Feuerwehr Schnaittach kam sofort vor Ort, um die Unfallstelle abzusichern und die verteilten Betriebsstoffe abzubinden. Ein zunächst angeforderter Rettungshubschrauber konnte vor der Landung auf der Autobahn wieder abdrehen, da sich der allein im Fahrzeug befindliche Fahrer glücklicherweise nur leicht verletzt hatte.

Zur Abklärung möglicher innerer Verletzungen wurde er dennoch mit dem Rettungstransportwagen in ein naheliegendes Krankenhaus verbracht.

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