Im Ortsgebiet der Gemeinde Schollbrunn im Landkreis Main-Spessart wurden intestinale Enterokokken nachgewiesen. Eine Ansteckung mit diesen Bakterien kann verschiedene Infektionen auslösen, wie beispielsweise Harnwegsinfektionen.

Das Gesundheitsamt Main-Spessart ordnet deshalb mit sofortiger Wirkung ein Abkochgebot an. Das geht aus einer Mitteilung vom Dienstag (16. August 2022) hervor. 

Gesundheitsamt erlässt Abkochgebot: Was jetzt beachtet werden muss 

Um eine gesundheitliche Gefährdung auszuschließen, sollten die Anweisungen des Gesundheitsamtes unbedingt befolgt werden:

  • Leitungswasser nur abgekocht trinken.
  • Wasser einmalig sprudelnd aufkochen lassen und dann langsam über mindestens 10 Minuten abkühlen lassen. Die Verwendung eines Wasserkochers wird empfohlen.
  • Für die Zubereitung von Nahrung, von Eiswürfeln, zum Waschen von Obst, Salat oder Gemüse, zum Zähneputzen, zum Reinigen offener Wunden und als Trinkwasser für empfindliche Haustiere ausschließlich abgekochtes Leitungswasser verwenden.
  • Leitungswasser für die Nutzung des Geschirrspülers, der Waschmaschine, zum Duschen oder der Toilettenspülung ist ohne Einschränkungen nutzbar.
  • Wichtig: Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung sollte Mineralwasser verwendet werden.

Das Trinkwasser wird mit Chlor desinfiziert und sollte daher nicht für Fische verwendet werden, da für diese Chlor auch in geringen Konzentrationen schädlich ist. Daran sollten neben Besitzer*innen von Aquarien, auch die von Fischteichen denken.

Das Landratsamt Main-Spessart bittet die Bevölkerung, die Informationen auch ihre Mitbewohner*innen und/oder Nachbar*innen weiterzugeben. Sobald das Abkochen des Trinkwassers nicht mehr notwendig ist, wird das Gesundheitsamt über die Medien, die Homepage des Landkreises und die örtliche Gemeindeverwaltung entsprechend informieren.

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