• Lohr: Bosch-Tochter Rexroth verlagert Produktion nach Slowenien
  • 230 Stellen entfallen - Unternehmen kündigt "sozialverträglichen" Abbau an 
  • Auch an weiterem Standort werden Stellen gestrichen
  • Konzern blickt nach China - "weiteres Wachstum für Automatisierungsgeschäft"

Bosch Rexroth habe in den vergangenen Jahren "umfangreich" in das Automatisierungsgeschäft investiert, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Konkret solle die Produktion von Steuerungen und Motoren bis Ende 2025 schrittweise in Lohr am Main und im slowenischen Brnik gebündelt werden, um "Synergien zu nutzen". Diese Veränderungen bedeuten allerdings auch einen deutlichen Stellenabbau, wie aus dem Statement hervorgeht. 

230 Stellen fallen bei Bosch-Tochter in Lohr weg - Konzern plant aber teilweisen Ausgleich

Die Servomotoren würden bisher in Slowenien und Lohr produziert. Das soll sich nun ändern. Ab 2024 will der Konzern ausschließlich in Slowenien produzieren. "Die dafür notwendigen Kapazitäten entstehen ab Anfang 2023 durch den Zusammenzug der drei heutigen slowenischen Rexroth-Standorte Skofia Loka, Zelezniki und Sencur in Brnik, rund 15 km nördlich von Ljubljana", heißt es in der Mitteilung. "Durch diese Veränderung entfallen in Lohr rund 230 Stellen, der Großteil davon ab 2024", kündigt die Bosch-Tochter an.

Der Stellenabbau solle "sozialverträglich erfolgen, in der Zwischenzeit soll es Angebote für die Vermittlung auf andere Stellen und Altersteilzeit sowie Vorruhestandsregelungen geben", so das Unternehmen. Ein Teil des Stellenabbaus in Lohr werde aber dadurch ausgeglichen, dass man wiederum die Elektronikfertigung bis Ende 2025 komplett in die unterfränkische Stadt bringen will. In diesem Bereich würden bis Ende 2025 rund 100 Stellen in Lohr aufgebaut. Dafür würden im nahen hessischen Erbach rund 120 Stellen bis Ende 2025 abgebaut.

"Erbach soll sich zukünftig als Kompetenzzentrum auf die Entwicklung und Fertigung von Prozessteuerungen, zum Beispiel für das Widerstandsschweißen, konzentrieren", so das Unternehmen. Des Weiteren errichte man ein neues Logistikzentrum in Lohr. Wachstum für das Automatisierungsgeschäft komme derweil aus Asien, wo es einen "lokalen Marktbedarf" für ein neues Produkt des Konzerns gebe. Deshalb werde die Bosch-Tochter auch im Werk im chinesischen Xi'an zunehmend Produkte der Automatisierungstechnik fertigen.

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