Das Tonband zeichnete alles auf - fürs Protokoll. Wer also bei dem Erörterungstermin seine Stimme gegen das in Michelau geplante Ökostromwerk erhob, darf gewiss sein, gehört worden zu seinen. Eine Bewertung der Einwände und Bedenken im Hinblick auf die anstehende Entscheidung der Genehmigungsbehörde fand jedoch nicht statt. Dass dem so sein werde, darauf wies Anton Fleischmann gleich zu Beginn des mehrstündigen Austausches hin. Der Leiter der Abteilung Bau, Kommunales und Umwelt am Landratsamt moderierte ruhig und sachlich, ließ Nachfragen zu oder stellte sie bei Unklarheiten selbst. Auch Leiter weiterer beteiligter Sachgebiete und Sachbearbeiter waren präsent. Das Zeitfenster, das man hierfür zur Verfügung stellte, war bewusst groß gewählt. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass bestimmte Aspekte außer Acht gelassen würden.