Damit das zukünftig weiterhin der Fall ist, möchte die Staatsministerin an den nötigen Stellschrauben drehen. "Wir müssen mehr Personal generieren, ohne dabei die Qualität senken zu müssen. Denn das darf nicht passieren", sagt Kerstin Schreyer.
"Wir haben die Zahl der Ausbildungskräfte bereits verdoppelt, aber das reicht nicht aus, wenn sich die Bedarfszahlen vervielfacht haben", betont Schreyer.
Ulli Zenk würde sich wünschen, dass sich etwas am Anstellungsschlüssel ändern würde, dies kann ihr die Ministerin allerdings nicht zusichern: "Solange es nicht mehr Fachkräfte gibt und die Bezahlung so aussieht, wie sie gerade ist, können wir den Schlüssel nicht ändern." Sie würde am liebsten die Gruppen kleiner machen, aber auch das sei derzeit nicht möglich.
"Der erste Schritt ist es, Fachkräfte zu gewinnen und auch den Beruf bei jungen Leuten wieder attraktiver zu machen, damit sie ihn ergreifen", sagt Kerstin Schreyer.
"Am schnellsten handeln können wir, wenn wir die Leitungszeit und in Sachen Verwaltungen etwas einsparen. Das eignet sich natürlich nicht bei jeder Einrichtung. Wir müssen uns überlegen, wie wir Leitungskräfte und Erzieherinnen entlasten können, damit die Arbeit weiterhin Spaß macht, denn das ist das wichtigste dabei", sagt Kerstin Schreyer.
Gute-Kita-Gesetz:
Am 1. Januar ist das Gute-Kita-Gesetz in Kraft getreten. Der Bund möchte bis 2022 5,5 Milliarden Euro in den Bundesländern investieren.
Jedes Land kann dabei selbstständig entscheiden, für welche konkreten Maßnahmen das Geld verwendet wird. Aus zehn unterschiedlichen Handlungsfeldern für mehr Qualität und gute Arbeitsbedingungen kann dazu ausgewählt werden. Beispielsweise kann so in einen guten Betreuungsschlüssel, kindgerechte Räume oder auch in sprachliche Bildung investiert werden.