Wolfgang Buck und Band werden am Samstag, 22. Juli, die diesjährigen "Songs in einem Pfarrersgarten" bestreiten. In dieser Besetzung werden die fünf Musiker um den Dialekt-"Songkünstler" (wie Buck sich selbst nennt) kaum mehr zu erleben sein. Nach 25 Jahren des gemeinsamen Musikmachens wollen sie bei einem letzten Auftritt im Oktober den Schlussakkord erklingen lassen. Aber Buck als Liedermacher, Solokünstler sowie ab 2018 im Trio mit seinen beiden Bandkollegen Felix Lauschus und Rupert Schellenberger wird weiterhin auf den Bühnen Süddeutschlands unterwegs sein.

Der Pfarrersgarten: Seit 1996 ist die lauschige Lokation bei Publikum wie Künstlern gleichermaßen beliebt. Eine Massenveranstaltung sollte es nie werden, betont der Initiator Matthias Hagen. "Aber 350 Leute waren bestimmt schon mal da." Der evangelische Pfarrer war durch die langjährige Festivalreihe "Songs an einem Sommerabend" in Kloster Banz auf die Idee zu dem Openair gekommen. "Ich hab' mir gedacht: Sowas können wir in kleiner Form auch!" Dass das große Vorbild inzwischen Veranstalter und den Namen geändert hat, heute "Lieder auf Banz" heißt, hat Hagen zur Kenntnis genommen. Bei den "Songs in einem Pfarrersgarten" blieb es, ist mittlerweile schon ein fester Begriff. Dazu gehören die selbst gebaute Bühne, die Helfer, und dass der Erlös in der Gemeinde verwendet wird.

Für Wolfgang Buck ist's "Kult, dort zu spielen", wie der fränkische Künstler im Gespräch mit unserer Zeitung unterstreicht. 1997 war er schon solo da gewesen, 1999 das erste Mal mit Band. Und es hatte schrecklich geregnet. Mit Bier- und Weingläsern in den Händen durften die Gäste dann zwischen Garten und Dreieinigkeitskirche hin und her pendeln. Es wurde, vielleicht sogar wegen des schlechten Wetters und Bucks Improvisationstalents, ein ganz besonderer Abend, der vielen in Erinnerung blieb.

Die Reihe hat wiederkehrende, aber auch immer wieder mal neue Besucher, wie Pfarrer Hagen beobachtet hat. Das gleiche gilt für die Musiker: Es gab schon Klassik und Irish Folk, Christian Rosenzweig ("der Pfarrer, der ein wenig Elvis ist"), Andy Lang und Thomas Schaller waren schon da. Und zum x. Mal eben Buck mit und ohne Band. Das liegt zum einen daran, dass es denen dort gut gefällt. "Es ist ein Highlight vor der Sommerpause; wir freuen uns da besonders drauf", sagt Wolfgang Buck.

Zum anderen verbindet ihn und den Staffelsteiner Pfarrer auch ein sehr gutes, vertrauensvolles Verhältnis. "Wir kennen uns schon, seit er noch Pfarrer in Rabelsdorf und ich in der Bamberger Stephanskirche war", berichtet Matthias Hagen. Pfarrer ist Buck zwar immer noch, doch als solcher nur noch ab und zu, quasi ehrenamtlich, im Einsatz. Denn vor 18 Jahren hat er sich von der Landeskirche beurlauben lassen, um sich ganz seiner Musik widmen zu können.

Seitdem tourt der heute 58-Jährige mit seinen fränkischen Songs durch Süddeutschland. Er beobachtet und beschreibt die Besonderheiten und Eigenheiten des Franken, verwendet Mundart gewitzt und hintersinnig. Seine Lieder sind manchmal zum Tränenlachen ("Wumid verdieni su drümmer Zucchini?") und manchmal zum Tränenweinen. Unterm Strich bleibt ein gutes Gefühl - "Su kammers aushaldn", wie sein letztjähriges Programm betitelt war, mit dem er im Lichtenfelser Stadtschloss die fränkische Seele streichelte. In Bad Staffelstein werden alte und neue Titel zu hören sein. Es ist der letzte Auftritt der Wolfgang-Buck-Band im ober- und mittelfränkischen Einzugsgebiet. "Eine Ehre", wie Pfarrer Hagen findet.

Termin: "Songs in einem Pfarrersgarten", Samstag, 22. Juli, 20 Uhr, im Evang. Pfarrersgarten Bad Staffelstein; Einlass ab 19 Uhr

Vorverkauf: Karten zu 20 € beim evang. Pfarramt, Georg-Herpich-Platz 3, Tel. 09573/232 (E-Mail: pfarramt.badstaffelstein@elkb.de), sowie beim Kur- und Tourismusservice Bad Staffelstein, Bahnhofstraße 1, Tel. 09573/33120 (E-Mail: Tourismus@bad-staffelstein.de); Abendkasse: 23 €