Die Unterstützungsgruppe der Sanitäts-Einsatzleitung des BRK Lichtenfels (UG-SanEL) hat allen Grund zur Freude: Gleich zwei größere Projekte konnten abgeschlossen werden. Zum einen wurde der Einsatzleitraum im Katastrophenschutzzentrum ausgebaut, zum anderen erhielt sie einen eigenen Anhänger.

Der Einsatzleitraum wurde mit digitalen Funkgeräten ausgestattet und ist mit dem Einsatzleitwagen vernetzt. Dieser wird wiederum durch den neuen Anhänger entlastet. "Damit haben wir eine Vorreiterrolle eingenommen", erklärt Tobias Eismann, Leiter Arbeitskreis Einsatzleitung. So könne man nun zweigleisig fahren, Einsätze also parallel abarbeiten.

Über das soziale Netwerk Facebook ließ die UG-SanEL schon seit längerem Blicke in ihr sogenanntes "Bautagebuch" werfen. Die Reaktionen im Netz sind durchweg positiv, laut Tobias Eismann wird die Unterstützungsgruppe von vielen anderen BRK-Kollegen beneidet.


Kleine Leitstelle

"Jetzt ist das hier eine kleine Leitstelle", sagt Eismann stolz im modernisierten Einsatzleitraum. Nachdem der analoge Funk im Mai 2016 abgeschafft wurde, wurde alles auf Digitalfunk umgestellt. Der Einsatzleitwagen ist dafür ausgerüstet und seither als "fahrendes Büro" genutzt worden, der Einsatzleitraum war hingegen veraltet.

Um auch von einem festen Raum aus Einsatzkräfte kontaktieren zu können, wurde "alles, bis auf die zwei Monitore auf dem Tisch, erneuert". Mit zwei neuen Digitalfunkgeräten und einem neuen Bediensystem, welches mit dem Einsatzleitwagen vernetzt ist, könne man nicht nur ortsgebunden, sondern auch flexibel funken, erklärt Tobias Eismann. Zudem sind die Betriebssysteme identisch. "Das ist bedienfreundlich. Das Personal wird entlastet und wir müssen weniger schulen."

Im wahrsten Sinne des Wortes wird auch der Einsatzleitwagen entlastet. Durch einen eigenen Anhänger ist die Unterstützungsgruppe "besonders gut aufgestellt". Vergangenen Samstag wurde der Anhänger bestückt, die einzelnen Kisten beschriftet und das Personal eingewiesen. Schon zuvor wurde der Anhänger mit dem eigenem Schriftzug "Unterstützungsgruppe" versehen.


Keine finanzielle Förderung

Im November war der Anhänger noch blank. Er wurde kostenlos von einer Lichtenfelser Firma beklebt. Auch ein Unternehmen aus Kronach kam der UG-SanEL bei dem Ausbau kostengünstig zur Hilfe. "Dadurch verlängerte sich die Bauzeit, allerdings haben wir auch viel Geld gespart. Wir wollen nur so viel ausgeben, wie es sein muss", erklärt der Leiter. Denn die Projekte seien nicht gefördert worden, sondern aus den eigenen Mitteln des BRK, beispielsweise Spendengeldern, gezahlt worden.

Die Digitalumrüstung habe zwischen 15 000 und 20 000 Euro, der Anhänger etwa 5000 Euro gekostet. Alle Kosten seien abgedeckt. Das "Bautagebuch" kann geschlossen werden. "Es gibt noch kleinere Projekte, aber nichts in diesen Dimensionen."