Fünf kräftige Regentage im März brachten Linderung im Landkreis: Der abgelaufene Monat sorgte dafür, dass das Niederschlagsdefizit aus dem Februar nicht noch weiter anwuchs. Bundesweit war es mit einer Regenmenge von 75 Litern pro Quadratmetern im Durchschnitt der feuchteste März seit zehn Jahren. Am Obermain konnte die Wettermessstation Bad Staffelstein zwar nicht ganz so viel registrieren, mit 45,4 Litern fiel die Regenmenge aber schon deutlich höher aus als im Februar (14,5 Liter).

Für die Landwirte bedeutete das etwas Entspannung auf den Feldern: "Es ist genug Wasser da, aber die Vorräte wurden noch nicht wieder aufgefüllt", sagt BBV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Rebelein. Aktuell käme man auf den Feldern klar, aber es müsse weiter regnen.

Das sehr trockene Jahr 2018 hatte dafür gesorgt, dass die Grundwasservorräte gesunken sind, der Januar brachte zwar wieder mehr Niederschlag, aber noch keine Trendwende.

Weiter ein Problem bleibt die Lage in den Wäldern. Hier hat der Regen bisher nicht gereicht, damit die Bäume genug Wasser ziehen können, um sich gegen Angriffe des Borkenkäfers zu wehren. Immerhin: "In den vergangenen Tagen war es zwar warm, aber noch nicht warm genug, dass der Borkenkäfer ausschwärmte", sagt Rebelein.

Was auch im März wieder der Fall war: Wie schon in den vorhergehenden Monaten waren die Temperaturen im Schnitt zu hoch. Bundesweit lag man bei 6,6 Grad, zwei Grad über dem Mittel. Am Obermain ist es sogar noch etwas mehr gewesen: sieben Grad. Die höchste Durchschnittstemperatur wurde am Freitag, 29. März, mit 10,6 Grad gemessen, die niedrigste mit 2,7 Grad am Dienstag, 19. März. Bei den Sonnenstunden erreichte man fast den Bundesschnitt von 115 Stunden: 111 Stunden lang schien die Sonne am Obermain.