"Ära" endet: Schlussstrich nach fast 50 Jahren - Wirtspaar verabschiedet sich

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Staffelberg-Klause: Wirtspaar sagt nach fast 50 Jahren Servus
Landrat Christian Meißner (r.) bedankt sich bei Gottfried und Gerti Schmitt für ihr Lebenswerk und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute und Gesundheit.
Landratsamt Lichtenfels / Andreas Grosch
Staffelberg-Klause: Wirtspaar sagt nach fast 50 Jahren Servus
Ein Hochplateau mit einem kleinen Kirchlein inmitten von grünen Wiesen und Bäumen. Der Staffelberg (Bad Staffelstein/Obermain Jura).
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Staffelberg-Klause: Wirtspaar sagt nach fast 50 Jahren Servus
Rast im Biergarten der Staffelberg-Klause.
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Staffelberg-Klause: Wirtspaar sagt nach fast 50 Jahren Servus
Malerisch liegt die Staffelberg-Klause im Kreis Lichtenfels inmitten eines Wanderparadieses.
Malerisch liegt die Staffelberg-Klause im Kreis Lichtenfels inmitten eines Wanderparadieses.
Pia Bayer/dpa (Archivbild)
Staffelberg-Klause: Wirtspaar sagt nach fast 50 Jahren Servus
Der Staffelberg in Oberfranken ist ein bekanntes Ziel für Wanderer und hat eine lange Geschichte. Die beliebte Klause auf dem Berg steht vor Veränderungen.
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In Oberfranken endet eine Ära: Die langjährigen Pächter der Staffelberg-Klause nehmen Abschied. Der Landrat würdigt ihre außergewöhnliche Lebensleistung.

Nach nahezu fünf Jahrzehnten endet in wenigen Wochen die gastronomische Tätigkeit von Gottfried und Gerti Schmitt auf dem Staffelberg im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels. Das Ehepaar betreibt schon seit November 1979 die Staffelberg-Klause am Plateau des beliebten Ausflugsziels. Nun naht der Abschied der langjährigen Gastronomen. "Eine Ära geht Ende März 2026 zu Ende", erklärt das Lichtenfelser Landratsamt in einer Pressemeldung. Darin wird den beiden Wirtsleuten eine "leidenschaftliche Arbeit" attestiert.

Landrat Christian Meißner (CSU) hat die Betreiber des Lokals nun ihm Rahmen einer offiziellen Würdigung verabschiedet. "Mit viel Herzblut, Ausdauer und persönlichem Einsatz habt ihr die Staffelberg-Klause bewirtet. Ihr habt Franken und die halbe Welt bewirtet", wird der Kommunalpolitiker zitiert. Der Gastronomiebetrieb sei über Jahrzehnte hinweg "ein Ort der Begegnung, des Austauschs und fränkischer Gemütlichkeit" gewesen. Meißner hebt in der Mitteilung die organisatorische Leistung des Ehepaars hervor, das auf begrenztem Raum auch größere Besucherströme bewirtete.

Neue Pächter für Staffelberg-Klause gesucht - Ende einer Ära nach fast 47 Jahren

"Ich glaube, es ist unmöglich die Anzahl an Bratwürsten, Portionen Halb und Halb, Kuchenstücken, Brotlaibe oder Bierfässer zu zählen, die Ihr in diesem knappen halben Jahrhundert an die Gäste verkauft habt. Ihr wart ein eingespieltes Team - immer präsent und ruhig. Ich war jedes Mal beeindruckt, wie reibungslos und zügig Ihr die Menschen - teilweise Menschenmassen - bewirtet habt. Und das alles auf diesen paar Quadratmetern", zeigt sich der Landrat von der Lebensleistung des Ehepaars beeindruckt. Das Einkehrlokal sei für die beiden ein "zweites Wohnzimmer" gewesen. "Ganz Franken und die halbe Welt waren bei Euch zu Gast", hält Meißner in seinen Abschiedsworten fest. "Mit Euch geht auch ein Stück des Staffelbergs mit in den Ruhestand."

Der 539 Meter hohe Staffelberg im Landkreis Lichtenfels zählt zu den beliebtesten Wanderzielen in Oberfranken. Viele Besucher verbinden ihn insbesondere mit der Adelgundiskapelle und der Staffelberg-Klause. Über vierzig Jahre lang führte Gottfried Schmitt den Biergarten und die Gaststube, wie Pfarrer Walter Ries aus Bad Staffelstein am 20. Januar 2026 in einem Gespräch mit inFranken.de erzählt. Eigentümerin von Kapelle und Klause ist die katholische Kirchenstiftung St. Kilian in Bad Staffelstein.

Infolge des Ausscheidens von Schmitt und seiner Frau wird nun nach neuen Pächtern Ausschau gehalten. "Wir wünschen uns, dass der Betrieb möglichst nahtlos weitergeführt werden kann", betonte die Kirchenstiftung. Die Verpächter legen demnach großen Wert auf ein regionales und bodenständiges Gastronomiekonzept. Interessierte konnten sich bis  15. Februar 2026 bewerben. 

Kirchenstiftung wünscht sich "weder McDonald's noch Fünf-Sterne-Hotel"

Die Kirchenstiftung wünscht sich "weder einen McDonald's noch ein Fünf-Sterne-Hotel", betonte der Pfarrer. "Einfach, unauffällig und gediegen", beschreibt er den typischen Flair. Die Klause solle weiterhin Ausflüglern und Touristen Essen und Trinken bieten und den bisherigen Charakter wahren. Interessenten konnten sich an das katholische Pfarramt wenden, um Ideen vorzubringen und ins Gespräch zu kommen.

Nach der Schließung stehen zunächst kleine Reparaturen an. Generell wolle Ries "möglichst große Umbaumaßnahmen vermeiden", merkte er im Gespräch mit inFranken.de an. Das Lokal verfügt über einen Biergarten und eine Gaststube samt Nebenzimmer. Wer den Betrieb leitet, erhält zudem die Aufgabe, die Kapelle auf- und zuzuschließen "und etwas nach dem Rechten zu sehen", so Ries weiter.

Der Staffelberg war in der Vergangenheit ein berühmter fränkischer Einsiedlerort, dessen Wurzeln im Jahr 1696 liegen. Die faszinierende Geschichte des Staffelbergs und weiterer historischer Wanderziele in Franken haben wir in einem gesonderten Artikel zusammengefasst. Es gibt Hoffnung, dass die Staffelberg-Klause eine schnelle Zukunft haben könnte. Es hätten sich bereits Interessenten gemeldet, auch wenn das noch nichts bedeute, informiert Walter Ries. Weitere Nachrichten aus Lichtenfels und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.

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