Auf der Tagesordnung des öffentlichen Teils der Gemeinderatssitzung am Mittwoch stand neben Bekanntgaben nur ein einziger Tagesordnungspunkt, sodass Bürgermeister Helmut Fischer (CSU) nach knapp 20 Minuten den öffentlichen Teil der Sitzung schließen konnte. Keine Einwände erhob die Gemeinde gegen die beiden Bauleitplanungen der Gemeinde Weidhausen bei Coburg.

Nach den Kindergärten fand in der Mainfeldhalle eine Feuerbeschau statt. Wie Fischer dem Gemeinderat mitteilte, weiße der Brandschutz des Gebäudes Am Sportzentrum erhebliche Mängel auf. Diese Erkenntnis förderte eine Feuerbeschau zutage, die die Gemeinde veranlasste, den Architekten Udo Freitag zu beauftragen.
In der Mainfeldhalle fehlt es an sogenannten Brandabschnitten, die voneinander abgeschlossen sind und jeweils zwei Fluchtwege besitzen müssen. Darüber hinaus müssen die Fluchtwege Brandlasten frei sein, wurden die Bestimmungen erklärt.
"Eine Holzdecke im Fluchtweg darf nicht sein", sagte der Bürgermeister. Bei der Begehung hat sich zudem herausgestellt, dass sich drei Türen im Keller nicht richtig schließen lassen. Laut Kostenvoranschlag des Architekten belaufen sich die Nachbesserungen auf 110 000 Euro, wobei das Thema Lüftungs- und Brandschutzklappen noch hinzukommt, wie Fischer erläuterte.

Gemeinderat Paul Habich (SPD) hielt es für "sehr unwahrscheinlich, dass die Riesenhalle einmal brennt". Dem hielt der Rathauschef entgegen, dass schnell etwas passiert sein kann. Es brauche in einer Umkleidekabine nur ein Fön durchzubrennen. Deshalb fordern die Experten Brandabschnitte mit entsprechenden Fluchtwegen. Dass nachgebessert werden muss, stand für Klaus Krügl (CSU) außer Frage. "Die Sicherheit der Kinder ist unbezahlbar", sagte er. Im Zuge der Nachrüstung sollte über die Beleuchtung nachgedacht werden, da nach und nach die Leuchten kaputtgehen würden, gab Clemens Weisser (CSU) zu bedenken.

Aus der letzten nicht öffentlichen Sitzung teilte Fischer die Vergabe folgender Aufträge mit: Den Planungsauftrag für die Teilerschließung von sechs Bauplätzen im Baugebiet "Lettenreuth West" an das Planungsbüro Keller in Bad Staffelstein. Bezüglich der Gehwegverlängerung im Gemeindeteil Lettenreuth "Weidhausener Straße" stimmte der Gemeinderat einer Vereinbarung mit dem Freistaat Bayern zu und beauftragte das Planungsbüro Keller mit den entsprechenden Planungen für 4400 Euro. Auch bekannt wurde, dass der Brunnen in Neuensee in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden muss. Den Auftrag vergab der Gemeinderat an die Firma Aqua Bohr- und Brunnenbau GmbH zum Preis von 39 203 Euro. gst