EKG-Präsident Horst Amon hat Mühe, sich mit der Glocke Gehör zu verschaffen. Tapfer bimmelt er gegen die heiter schwatzende, dem Wein zusprechende Schar an. Zu Mundschenken ernannt sind der entmachtete Bürgermeister Bernhard Storath und Dritte Bürgermeisterin Gabriele Böhmer, die sich redlich mühen, die Gläser des Elferrats zu füllen.

Wie es sich für eine Elferratssitzung gehört, wird verbal ausgeteilt. Obwohl die Hauptstraße heuer zur Kirchweih gesperrt war - wegen der Brückenbaustelle -, "mussten wir feststellen, dass die Kirchweih toter als tot war", urteilt der Präsident. Er schlägt vor, zur Belebung der Kirchweih die Vereine und Betriebe einzubeziehen, die den Kirchweihbaum mit ihren individuell gestalteten Zunftwappen schmücken dürften.


Schwarzer mit weiße Weste

Natürlich haben die Narren Vorschläge und werfen sie per Beamer an die Wand: Das Bürgermeisterwappen etwa zeigt Bernhard Storath (CSU) mit schwarzem Cowboyhut und weißer Weste. Zwischenruf von Gemeinderätin Eveline Zeis (SPD): "Wir könnten das Bürgermeisterbild ja als Darts-Scheibe aufstellen." Zwischendurch gibt's immer wieder den Schlachtruf: "EKG - olé, olé, olé!" und vom Präsidenten ein nüchternes "Prost!" dazu.

Das Fußballspiel zum Kirchweihmontag - gääääähn! Es sei doch inzwischen abgedroschen, Teams von Gemeinderat, Verwaltung und Vereinen gegeneinander antreten zu lassen, finden die EKGler. Dem Motto der Session ("Sport - mach mit, mach's nach, mach's besser") schlägt Horst Amon vor, künftig ein Spiel ohne Grenzen zu veranstalten. Er schlägt die Disziplinen Schweineaugen-Weitspucken, Gummistiefel-Weitwurf und Eierlauf vor. Denkbar wäre freilich auch ICE-Trassen-Langlauf oder Schallschutzwand-Hochsprung.


Sit-ups vor Metzgereien

Um den Body-Mass-Index der Ebensfelder aufzupeppen, sollte ein Trimm-dich-Pfad geschaffen werden - mit Stationen vor Metzgereien, Bäckereien und Lebensmittelläden. Kniebeugen, Liegestütze und Sit-ups vor dem Einkauf von Schweinskopfsülze und Sachertorte könnten helfen, die Pfunde dahinschmelzen zu lassen. Dafür könnte es dann Fleißbildchen und Bonusheftchen geben, um beim Einkauf von Bio-Produkten einen Nachlass zu erhalten.

Leider haben korrupte Funktionäre das Image des Sports ein wenig in Misskredit gebracht. Das muss nicht so bleiben. Wenn sich Ebensfeld um die nächste Fußball-WM bewirbt (nicht nur um die Ausstellung des Pokals), wären üble Machenschaften mit Sicherheit auszuschließen.