Im Januar ereignete sich im Kreis Lichtenfels ein Brand mit verheerenden Folgen. Eine Familie verlor fast alles. Nun gibt es für die Betroffenen einen Lichtblick.
In Burgkunstadt kam es in den frühen Morgenstunden des 22. Januar 2026 zu einem Dachstuhlbrand mit verheerenden Folgen. Trotz eisiger Temperaturen von minus acht Grad Celsius und gefrierendem Löschwasser gelang es der Feuerwehr, die Flammen unter Kontrolle zu bringen und schließlich zu löschen. Den immensen Sachschaden in Höhe von rund 250.000 Euro konnten die Einsatzkräfte allerdings nicht verhindern.
Einen Tag nach dem verheerenden Brand initiierte Susanne Rübesam über die Webseite GoFundMe.com eine Hilfsaktion. Im Gespräch mit inFranken.de berichtet sie, wie es ihrer Schwester und deren Angehörigen, die durch das Unglück buchstäblich alles verloren haben, derzeit ergeht. Zugleich zeigt sie sich tief bewegt von der großen Solidarität und Unterstützung, die ihrem Aufruf zuteil wird.
Lichtblick für fränkische Familie nach Brand-Katastrophe: "Reaktion ist und war mega"
Knapp drei Wochen nach dem Unglück sei die Familie ihrer Schwester wohlauf, berichtet Rübesam. "Ich glaube, der erste Schock ist langsam verarbeitet. Das Wichtigste ist, dass niemandem etwas passiert ist." Zu ihrer Freude konnten die Verwandten bereits eine neue Wohnung finden und dort einziehen: "Sie haben ja auch zwei Kinder, zum Glück haben jetzt alle wieder ein Dach über dem Kopf".
Die Spendenaktion richtete Susanne Rübesam ein, da die Betroffenen über keine Hausratversicherung verfügten: "Dadurch haben sie gar nichts mehr". Umso glücklicher seien nun alle Beteiligten über die zahlreiche Anteilnahme an der Spendenaktion.
Die Betreiber der Kneipe Nepomuk in Altenkunstadt, bei der die beiden Elternteile der Familie neben ihren Hauptberufen arbeiten, teilte den Link zu der Spendensammlung im Netz und sprach dabei von einer "Herzensangelegenheit" für ihre Teammitglieder. "Die Reaktion war und ist mega. Wir hätten niemals mit so viel Geld gerechnet, das war auch nie die Intention", erklärt Rübesam.
Spendenaktion als voller Erfolg: "Beteiligung ist der Wahnsinn"
Das ursprüngliche Spendenziel betrug 8000 Euro, so die Burgkunstadterin. Als dieses erreicht worden sei, habe GoFundMe das Ziel automatisch auf 13.000 Euro erhöht. Zum aktuellen Zeitpunkt liegt die Spendensumme bei 11.970 Euro (Stand: 10. Februar 2026). Deshalb soll die Aktion auch bald eingestellt werden, so die Initiatorin: "Wir warten dieses Wochenende noch ab. Danach reicht es, es gibt Menschen, die noch dringender Hilfe brauchen".
Hintergrund: Wird vom Organisator die automatische Anpassung des Spendenziels aktiviert, so passt GoFundMe den Betrag selbstständig an die Entwicklung und den Erfolg der Kampagne an. In der vorliegenden Aktion erstreckte sich der Verlauf des Zielbetrags wie folgt: 23. Januar 2026 (8000 Euro), 25. Januar 2026 (11.000 Euro) sowie 1. Februar 2026 (13.000 Euro).
Besonders gerührt sei die Familie von den Spenden Fremder, wie Rübesam berichtet: "Da sind so hohe Beiträge dabei von Leuten, die wir gar nicht kennen oder anonymen Personen. Die Beteiligung ist echt der Wahnsinn". Das zusammengekommene Geld werde nun vor allem für die neue Wohnung benötigt: "Sie brauchen neue Möbel und Klamotten. Sie müssen komplett neu anfangen". Obwohl das Geld gerade jetzt natürlich sehr wichtig sei, müsse man sich auch bei allen anderen Beteiligten bedanken.
"Es haben unheimlich viele etwas beigesteuert"
Zahlreiche Bekannte brachten Klamotten für die Kinder, andere halfen der Familie, das Haus nach der Katastrophe auszuräumen: "Es haben unheimlich viele etwas beigesteuert".
Trotz allen Schwierigkeiten zeigt sich Rübesam zuversichtlich: "Ich denke nicht nur, ich weiß, dass die Familie meiner Schwester das schaffen wird. Sie haben eine Wohnung, das Ergebnis der Spendenaktion ist der nächste große Schritt".