Es war das siebte Seifenkisten-Rennen, das am Sonntag zur Wolfsdorfer Kirchweih ausgetragen wurde. Und es war von der Vielfalt an Fahrzeugen und der Vielzahl an Besuchern auch das beste Rennen seit Bestehen. Sage und schreibe elf verschiedene Seifenkisten waren dabei im Einsatz und mit der Teamwertung gingen auch über 30 Fahrer an den Start.

Organisator Otto Fischer sorgte mit seinem Team für eine reibungslose Durchführung. Der Streckenrekord mit 45 Sekunden wurde zwar nicht unterboten, allerdings legte Thorsten Ludwig vom Team "Sandmännchen" mit einer Zeit von 47,93 Sekunden eine grandiose Fahrt hin und sicherte sich - wie im vergangenem Jahr - auf seinem dreirädrigen Gefährt den Gesamtsieg. Den zweiten Platz holte sich, ebenfalls vom Team "Sandmännchen", Marco Puzik (49,44). Alles auf eine Karte setzte Klaus Dinkel vom "Naturfreunde-Team". Er verwies mit einer überragenden Fahrt und der Zeit von 50,49 Sekunden den dritten "Sandmännchen"-Fahrer, Sebastian Riegler, auf Platz vier. In der Teamwertung war bei den Erwachsenen das "Sandmännchen"-Team mit Thorsten Ludwig, Marco Puzik und Sebastian Riegler wieder mal nicht zu schlagen (2.28,11). Auf Platz zwei landeten mit einer Gesamtzeit von 2.33,64 Minuten die Männer von den "Naturfreunden" (Klaus Dinkel, Christoph Bornschlegel und Peter Endres). Den dritten Platz sicherten sich die Fahrer von "Holz-Design Zipfel" mit Frank Zipfel, Matthias Schnapp und Matthias Linz (2.44,67).

Bei den jüngsten Startern (Schüler I) war Raphael Riegler der schnellere und verwies Julia Zipfel auf den zweiten Platz. Bei den "Schülern II" befuhr Konstantin Linz die Strecke mit 51,17 Sekunden am besten. Lea Seibel wurde Zweite und Tim Grüner auf seinem BMW-Dixie-Nachbau Dritter. In der Jugendklasse gingen zwei Starter auf die Strecke. Hier hatte Rafael Linz mit einer Zeit von 55,01 die Nase vorn und verwies Bastian Geuß auf den zweiten Platz. Den Sonderpreis für die schönste und gelungenste Seifenkiste war das Gefährt der Familie Grüner aus Lichtenfels. Mit einem außergewöhnlichen Fahrzeug ging auch Norbert Vogt aus Bad Staffelstein an den Start. Er befuhr die Strecke mit einem Bugatti-Nachbau. Da diese Seifenkiste sehr wertvoll ist, ging er bei seiner Fahrt nicht ans Limit, um sie nicht zu beschädigen. Bei der anschließenden Siegerehrung durfte sich jeder Teilnehmer einen Pokal aussuchen. Natürlich durfte - wie es sich zu einem richtigen Rennen gehört - auch die anschließende Sektdusche die fehlen.

Ein kleiner Unfall sorgte kurzzeitig für eine Unterbrechung der guten Stimmung. Peter Ehrhardt aus der Pfalz verlor auf der Geraden die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr in den Graben. Mit drei angebrochenen Rippen musste er die Nacht im Krankenhaus verbringen.