Wenn das Wetter es zulässt, dann soll spätestens am 7. Januar mit den Bauarbeiten für das neue Nahversorgungszentrum begonnen werden. Beim offiziellen Spatenstich am Montag lachte nicht nur der Himmel. Auch einige der künftigen Mieter zeigten ihre Freude über das Projekt am Verkehrskreisel in Röhrig.
"Es wird auf jeden Fall eine neue Herausforderung werden", ist Tanja Schäfer von der Bäckerei Schäfer aus Weismain überzeugt. Neben einer Verkaufsstelle für Backwaren soll in dem Gebäude auch ein Café mit knapp 50 Sitzplätzen entstehen, außerdem ein Kinderspielplatz im Außenbereich. Letzteres dürfte Töchterchen Elisa besonders freuen.

110 Parkplätze geplant

Die Freude ist auch Jutta und Jochen Mantel aus Zettlitz deutlich anzumerken: "Die neue Filiale wird doppelt so groß und schöner als in der Baur-Kaufwelt
werden", ist sich der Metzgermeister sicher.
Seine Freude drückte auch Seniorchef Alois Dechant von der Firma Dechant Hoch- und Ingenieurbau aus, vor allem, weil von den künftigen Mietern der größte Teil beim offiziellen Spatenstich anwesend war. Als positiv bewertete Dechant die günstige Lage des neuen Nahversorgungszentrums und die geplanten 110 Parkplätze: "Die Leute gehen dorthin, wo sie auch Parken können."
Geplant ist die Bebauung der vorhandenen Bodenplatte mit zwei Stockwerken. Neben Metzger und Bäcker sollen auch ein Fitness-Studio, eine Fahrschule, das Bauleitungsbüro Michael Ronalter, ein Verkaufsbüro für Küchen und eine Verkaufsstelle für Obst und Gemüse in das Gebäude einziehen. Damit soll die Nahversorgung für Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain sowie ihrer Ortsteile sichergestellt werden.
Eine Konkurrenz zum Fachmarktzentrum in Lichtenfels sieht Thomas Dechant nicht, da im neuen Nahversorgungszentrum nur Dinge des täglichen Bedarfs angeboten werden. "Die Leute werden nicht wegen eines Brötchens nach Lichtenfels fahren." Thomas Dechant dankte den Genehmigungsbehörden für ihr stets offenes Ohr. Erst im November hat Bauherrin Ursula Dechant das Gelände erworben.
Alois Dechant bedauert, dass sich sein ursprünglicher Plan für ein Rettungszentrum auf dem ehemaligen Nici-Gelände nicht realisieren ließ.
Für Altenkunstadts Bürgermeister Georg Vonbrunn ist das Bauvorhaben ein Vorzeigeprojekt. Für den 1. August ist die Einweihungsfeier geplant.
Bis dahin will die Metzgerei Mantel auf jeden Fall in Altenkunstadt bleiben - auch wenn bis dahin die Baur-Kaufwelt abgebrochen ist. Zwei mögliche Optionen für ein Ausweichquartier sind im Gespräch. "Notfalls stellen wir halt einen Container auf", sicherte Alois Dechant der Metzgerei zu.