Ein fast 140 Jahre altes Unternehmen aus dem Landkreis Lichtenfels nimmt strukturelle Veränderungen vor. Die Rede ist von einer "Neuausrichtung".
Der traditionsreiche Backmaschinen-Hersteller Fortuna mit Sitz in Bad Staffelstein stellt gleich zwei seiner Produktlinien ein. Wie das oberfränkische Unternehmen mitteilt, sei diese Entscheidung "im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung" getroffen worden und "Teil einer klaren Fokussierung auf wirtschaftlich stabile und technologisch zukunftsfähige Geschäftsfelder".
Mit einer fast 140-jährigen Geschichte ist Fortuna nach eigenen Angaben einer der ältesten Hersteller für Bäckereimaschinen weltweit. Bereits seit Anfang der 1950er-Jahre werden am Standort Bad Staffelstein auch die beiden Produktlinien "Automat" und "Halbautomat" hergestellt. Doch damit ist nun bald Schluss.
Bad Staffelstein: Backmaschinen-Hersteller Fortuna gibt Produktlinien auf
"Der Markt der Bäckereimaschinen hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert", erklärt das Unternehmen zur Entscheidung, die beiden traditionsreichen Produktlinien einzustellen. "Als einer der ältesten Bäckereimaschinenhersteller bedeutet Tradition für uns nicht Stillstand, sondern konsequente Weiterentwicklung", heißt es weiter. Deshalb wolle man sich der Nachfrage anpassen und sich künftig auf gewerbliche Anlagenlösungen sowie Schwenkkolbenmaschinen konzentrieren.
Diese "strategische Fokussierung" soll demnach Klarheit schaffen, Komplexität reduzieren und eine "gezielte Bündelung von Entwicklungs- und Produktionsressourcen" ermöglichen. Die "marktorientierte Ausrichtung" ziele dabei auf den Dachraum Deutschland-Österreich-Schweiz. Der Standort Bad Staffelstein soll demnach auch in Zukunft "ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie" bleiben.
Ob oder inwieweit Arbeitsplätze von der Einstellung der beiden Produktlinien betroffen sind, lässt das Unternehmen derweil allerdings offen. Auch auf Nachfrage wollte man sich dazu nicht näher äußern. "Wir bitten um Verständnis, dass wir über die Inhalte der veröffentlichten Pressemitteilung hinaus keine weiteren Informationen zur Verfügung stellen können", teilt eine Sprecherin des Unternehmens am Montag (23. März 2026) gegenüber inFranken.de mit.
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