Ebenfalls 24 Jahre gehörte Hauke Petersen (CSU) dem Gremium an, seit 2008 war er Zweiter Bürgermeister. "Wir haben gemeinsam das Handwerk des Marktgemeinderats von der Pike auf gelernt", sagt Storath über Petersen, der kürzlich 60 Jahre alt wurde.
2003 bis 2020 gehörte Peter Schober (FW) dem Gemeinderat an. Mit einigen persönlichen Worten dankt Storath dem ausscheidenden Rat, den er schon seit der 1. Klasse kenne.
2004 war Claudia Jung (CSU) für einen vorzeitig ausscheidenden Rat ins Gremium nachgerückt. "Sie hatte das Wohl der Gemeinde immer im Blick", urteilt der Bürgermeister.
Jeweils eine Amtsperiode (2014 bis 2020) gehörten Markus Knipper (CSU), Roswitha Wich (FW), Kurt Hammer (SPD) und Axel Hümmer (FW) dem Gemeinderat an. Storath lobt die "wohl überlegten Meinungsäußerungen" von Markus Knipper, das "konstruktiv gute Verhältnis im Gemeinderat" mit Roswitha Wich, die "ausgleichende Art" von Kurt Hammer sowie den "breiten beruflichen Hintergrund", den Axel Hümmer in die Gemeinderatsarbeit einbrachte.
Hauke Petersen sagt in seinen Abschiedsworten: "Die ersten sechs Jahre war's etwas schärfer im Ton - aber dann ging das." Unterm Strich: "Es hat wirklich Spaß gemacht." Claudia Jung dankt für das politische Miteinander. Axel Hümmer resümiert: "Schön, wenn man als junger Mensch merkt, wie stark man aufs Geschehen in seiner Heimatgemeinde einwirken kann." Peter Schober verabschiedet sich so: "Ich war oft nicht einer Meinung mit meinem Sport- und Schulkollegen Bernhard Storath - aber dazu braucht man ja eine Opposition. Ich geh' mit einem guten Gewissen, weil ich weiß, dass gute Leute nachkommen."
Die Verabschiedung der Ortssprecher, so Bürgermeister Storath, finde zu einem späteren Zeitpunkt statt. Zwar seien diese Personen offiziell ab 1. Mai nicht mehr im Amt, doch sie fungieren zunächst kommissarisch weiter als Ansprechpartner für die Bürger, bis die Nachfolger benannt sind.
In nichtöffentlicher Sitzung wurde die Installation von LED-Leuchten im Gemeindegebiet auf den Weg gebracht.
Im Marktgemeinderat kurz notiert
Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) gab in der Marktgemeinderatssitzung am Dienstag einen kurzen Sachstandsbericht über die Sanierung des Birkacher "Haus der Bäuerin". Das Projekt, das den Marktgemeinderat seit Jahren beschäftigte, wurde zum 31. März mit einem Kostenstand von 1,3 Millionen Euro abgeschlossen. Der Eigenanteil der Gemeinde belaufe sich nach Storaths Worten auf 464 000 Euro. Der Löwenanteil werde jedoch über staatliche Förderprogramme gedeckt. "Da sind wir nochmal mit einem blauen Auge davongekommen", kommentierte der Bürgermeister. Er freute sich jedoch sehr, dass mit der Sanierung dieses Dorfgemeinschaftshauses - in dem sich ein Veranstaltungssaal und die Unterkunft der Feuerwehr befinden - etwas geschaffen wurde, das für die nächsten 50 Jahre Bestand hat.