Spuren im Schnee deuten noch am Montagmorgen auf die Untersuchungen der Polizei hin. Die Einsatzkräfte hatten am Sonntag versucht herauszufinden, wie es in der Nacht zuvor zum Tod einer 65-Jährigen auf einer Wiese unweit der Fußball- und Tennisplätze kam.


Gemeinsame Feier

Nach einer gemeinsamen Wanderung hatten sich mehrere Weismainer am Samstagabend zu einer Feier im Tennisheim getroffen. Sie wollten ihren "Christbaum verbrennen" und dabei einen gemütlichen Abend verbringen. Die Frau verließ das Tennisheim am späten Abend alleine, kam aber nicht zuhause an.

Ihr Ehemann, der schon früher die Feier verlassen hatte, vermisste sie am nächsten Morgen. Er und einige Bekannte machten sich daraufhin auf die Suche. Zunächst gingen sie noch einmal zum Tennisheim zurück, dann fanden sie sie rund 200 Meter entfernt im Schnee und setzten einen Notruf ab, der gegen 9.40 Uhr bei der Polizeiinspektion einging.


Nicht erfroren

Der herbeigerufene Notarzt konnte trotz Reanimationsversuchen nur noch den Tod der Frau feststellen. Um die Ursache festzustellen, wurde eine rechtsmedizinische Untersuchung durchgeführt. Die Obduktion ergab am Nachmittag, dass sie - so die Angabe der Polizei - an einer "inneren Ursache" gestorben und nicht erfroren sei. Auch eine Fremdeinwirkung könne demnach ausgeschlossen werden.


Weismain ist schockiert

"Das ist ein tragischer Fall, der uns getroffen hat wie ein Blitz", sagte Weismains Bürgermeister Udo Dauer unserer Zeitung gestern. "Unser aller Mitgefühl gilt den Angehörigen, viele haben sie hier persönlich gekannt", fasst er die Stimmungslage in der Jurastadt zusammen.