Mehr als hundert Fans und leidenschaftliche Scooterfahrer pilgerten am Wochenende nach Hummendorf und genossen dort drei Tage lang Benzingespräche. Auf blitzende Motorräder kam es beim Treffen allerdings nicht an.
Zum ersten Mal machten der Lambretta-Club Deutschland und der Kulmbacher Rollerclub Vespa-Virus sowie die Kronacher Mad Hornets gemeinsame Sache - und initiierten ein Blech- und Schaltrollertreffen in Hummendorf. Mit vollem Erfolg. Denn drei Tage lang drehte sich alles um die alten Gefährte. "Die Lambretta sind bis 1971 gebaut worden, schon vierzig Jahre gibt's die nicht mehr", erklärt Christan Steinert aus Kulmbach das Besondere und fügt noch hinzu, dass sie später nur noch in Indien und Spanien gefertigt wurden. "Hier trifft man Gleichgesinnte", schwärmt der Experte, der selbst eine rote Lambretta SX 200 sein eigen nennt. Sie ist restauriert, neu lackiert.

Mit und ohne Patina


Neben dieser Maschine stehen auch ältere Modelle - noch mit Originallack. "Die sind schon sehr selten. Das ist schon toll", findet Steinert und ist fast ein bisschen neidisch, auch wenn die Originallackierungen schon ein bisschen Rost angesetzt haben und der Lack nicht mehr so schön in der Sonne funkelt. "Zum Treffen kommen wirklich nur Schalt- und Blechroller, bei einem Käfertreffen kommt ja auch keiner mit einem neuen VW Golf, auch wenn beides VW ist", sagt Steinert.

Die wohl weiteste Anreise hatte Tino Sacchi.