Er kann einen überall und zu jeder Zeit befallen, und wenn er sich einmal eingenistet hat, bekommt man ihn nur schwer wieder los.

Präventive Maßnahmen gibt es praktisch nicht: Sich den ganzen Tag die Ohren zuhalten, ist einfach schwer umsetzbar. Nützt auch nicht unbedingt was, jedenfalls geht es mir so. Da braucht nur die Kollegin einen Stift fallen lassen, begleitet von einem unbedachten "Ups", schon trällert Britney Spears vor meinem inneren Ohr "Oops I did it again". Kommt mir unterwegs ein Laster mit dem Namensschild "Micha" in der Frontscheibe entgegen, schmettert Nina Hagen sogleich herzhaft "Du hast den Farbfilm vergessen!" dazu.

Man kann ja froh sein, wenn das mentale Dauer-Gedudel dann zumindest ein hübsches Liedchen ist, und nicht etwa ein Werbe-Jingle aus der Radio-Reklame. Auf Autofahrten, wo der Knopf immer in Reichweite ist, schalte ich die deshalb grundsätzlich ab. Und hoffe im Übrigen, dass im Wagen vor mir kein junges Mädchen fährt.