Ein Bauernhähnchen mit durchaus mal drei Kilo, direkt aus dem Stall und ohne Umwege auf den Teller. Glückliche Hühner, glückliche Erzeuger und glückliche Verbraucher. Demjenigen, der weiß, wo sein Sonntagsbraten aufgewachsen ist, schmeckt es doppelt so gut. Hans Kolb aus Krögelstein hat allerdings eine Befürchtung: Dass ländliche Idylle, die heute immer noch vielerorts Realität ist, vom "Vorschriftenwahn" zerstört wird.
Er bezeichnet es als "absoluten Schmarrn", was er als Auflage für den Verkauf seiner Hühner bekommen hat.

Dem Nebenerwerbslandwirt wurde verboten, seine Hühner weiter bei einem befreundeten Schlachter töten zu lassen. Er müsse, so das Landratsamt Bayreuth, ab sofort zu einem EU-zertifizierten Schlachthof fahren.
Der Unterschied besteht insbesondere darin, dass im EU-zertifizierten Betrieb ein Veterinärmediziner das Fleisch nach der Schlachtung kontrolliert.