Der letzte Tag im April ist ein besonderer, zumindest am Ende. Nach der kommenden Walpurgisnacht, in der - wenn man den Geschichten von Bibi Blocksberg glauben darf - die Hexen auf ihren Besen so richtig abfeiern, ist dann der Mai gekommen. Endlich, möchte man sagen.

Die Natur ist explodiert

Ist es nicht herrlich, wie nach den lang ersehnten Regenfällen Mitte der Woche die Natur förmlich explodiert ist. Und weil auch die Temperaturen so ganz gemächlich nach oben klettern, macht die Gartenarbeit Spaß.

Wenn da nicht diese kleinen, schwarzen Fieslinge mit den schrecklich langen Hinterbeinen wären, die - den Hexen gleich - momentan überall dort herumschwirren, wo es grünt und blüht. Echt lästig sind die Dinger, ja regelrecht angriffslustig. Bäh!

Die größten Haarmücken Europas

Irgendjemand hat mir mal gesagt, wie diese fliegenden Ungeheuer heißen. Aber weil ich es vergessen habe, musste ich bei Meister Google nachforschen. Und ich wurde fündig. Es handelt sich bei den Monstern um keinen Aprilscherz und erst recht nicht um Maikäfer. Nein, es sind Märzfliegen, die größten Haarmücken Europas - und Allesfresser.

Der lateinische Name lautet übrigens (kein Scherz) Bibio Marci - hex, hex! Man nennt sie auch Markusfliegen, weil sie in der Zeit um den Markustag (25. April) als gesellige Wesen häufig in Schwärmen tanzend (ohne Besen!) zu beobachten sind.

Die Viecher sind richtig pünktlich

Respekt! Die Viecher sind ja richtig pünktlich. Im Flug lassen die Männchen übrigens die Beine hängen. Das soll die Weibchen antörnen. Die legen nach der Paarung bis zu 100 Eier in die Erde - und sich anschließend zur ewigen Ruhe. Dann ist der Spuk vorbei.

Für Menschen sind Märzfliegen absolut ungefährlich. Na wenigstens etwas. Wie würde Lodda sagen? Again what learned.