Richtig blöd ist, wenn man früh morgens, kurz bevor die Müllabfuhr kommt, bibbernd mit einem Säckchen Restmüll neben der Tonne steht und den Deckel nicht mehr aufkriegt. Zugefroren! Schnell die Schneemütze von der Tonne schaufeln, den Eiskratzer aus dem Auto holen und versuchen, die unerwünschte Eis-Dichtung am Deckel aufzuhebeln.

Nach zwei Minuten sind die Finger rot gefroren und taub, aber es hilft nichts: Vorne an der Straße biegt das Müllauto schon um die Ecke. Entweder bleibe ich zwei Wochen auf meiner vollen Tonne plus Extra-Tüte sitzen, oder ich krieg das Ding endlich auf.

20 Sekunden später hält das Müll-Auto und nach einem letzten verzweifelten Rütteln löst sich der Deckel plötzlich, als wäre nichts gewesen.
Tüte rein, und schon nimmt mir der Müllwerker die Tonne ab und stellt sie mir mit einem freundlichen "Guten Rutsch!" wieder vor die Füße.

Gut gemeint, aber: Nein! Bitte das nicht auch noch! Das Herumgerutsche gehört nämlich auch zu den Dingen, die ich so gar nicht leiden kann am Winter.