Der Neujahrsempfang in Trebgast hat Tradition. Bürgermeister Werner Diersch nutzt dieses Ereignis gewöhnlich dazu, herausragende Leistungen des vergangenen Jahres einzeln herauszustellen. Dieses Mal rückte er die Vereine und ihre Mitglieder insgesamt in den Mittelpunkt und dankte für die von allen geleistete ehrenamtliche Arbeit.

"Durch euer Engagement formt ihr das Bild unserer Gemeinde und seid die Garanten für unseren guten Ruf, und für das, was draußen von Trebgast wahrgenommen wird. Das führt dazu, dass diese ehrenamtliche Tätigkeiten auch auf Landkreisebene anerkannt, immer wieder beispielgebend angeführt und entsprechend gewürdigt werden, wie erst wieder in jüngster Vergangenheit geschehen", lobte der Bürgermeister.


Dank an Mehrzweckwaffen


Alle zusammen würden versuchen, einen Weg zu gehen, der Trebgast langfristig in eine gute Zukunft führe.
2016 seien anlässlich des Seefests erstmals sogenannte Mehrzweckwaffen besonders erwähnt worden, die in den Vereinen dafür sorgen, dass die Arbeit und die vielen Veranstaltungen immer reibungslos durchgeführt werden können.

Gleichzeitig hätten die Neubürger einen Eindruck davon gewonnen, was in den einzelnen Vereinen und Verbänden geleistet wird. "Vielleicht wurde dadurch der eine oder andere dazu animiert, künftig an der einen oder anderen Stelle aktiv mitzuwirken", meinte Diersch.


Lückelose Übergänge


Als erfreulich bezeichnete es der Bürgermeister, wenn in den Vereinen immer wieder Nachfolgeregelungen gefunden werden, damit teils langjährige Traditionen lückenlos fortgeführt werden können. Beim Gesangverein in Feuln sei das gerade erst wieder gelungen. Weitere Generationswechsel würden 2017 noch anstehen, verwies Diersch auf die bevorstehenden Wahlen bei der Wasserwacht, dem TDC Lindau oder dem Posaunenchor.

Werner Diersch ging kurz auf die Maßnahmen ein, die 2016 erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Mit der Erneuerung des durch die Bauarbeiten eingebrochenen Durchlasses, der Einrichtung von Parkplätzen und einer neuen Beleuchtung des Sportplatzareals habe man die Arbeiten am Bahnübergang Weiherweg endgültig abhaken können. Die Zufahrt zur Kompostieranlage sei asphaltiert worden. Beim Ausbau des schnellen Internets sei Trebgast nicht nur Vorreiter im Landkreis, sondern auch in Oberfranken gewesen.

Am Badesee wurden laut Bürgermeister das Sonnendeck erneuert, zwei neue Boote angeschafft und zur weiteren Sicherheit der Badegäste mithilfe einer Spende des Strohberta-Teams ein Defibrillator installiert.


Gemeinde hat 2017 viel vor


Auch 2017 hätten sich Bürgermeister und Gemeinderat wieder viel vorgenommen. Diersch zitierte dazu Willy Brandt: "Die beste Art, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie selbst zu gestalten." Erste Vorschläge aus ISEK sollen umgesetzt werden. Dabei gehe es nicht darum, nur unnütz Fördermittel zu nutzen.

"Wir werden eine zukunftsorientierte Vorgehensweise bevorzugen und an den richtigen Stellen investieren. Seit einigen Jahren wurden dafür Rücklagen gebildet, um jetzt bestimmte Projekte anzugehen." Außerdem solle das Wohnungsangebot erweitert und die Dorferneuerung in Lindau fortgeführt werden.


Laternen mit LED-Technik


Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel soll Diersch zufolge größere Stromfresser beseitigen und den Haushalt für die Zukunft entlasten. Der Appell des Bürgermeisters, nachdem er allen Institutionen und der Verwaltung seinen Dank abgestattet hatte: "Überlassen wir es nicht den Nörglern, falschen Propheten, oder sonst wem - machen wir es selbst und gemeinsam."

In einem Bilder-Vortrag zeigte Dieter Hübner abschließend, was 2016 in der Gemeinde so alles passiert ist. Und das war doch eine ganze Menge.