Wie Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) am Montagabend in der Sitzung des Gemeinderats mitteilte, verschlingt das Großprojekt fast eine halbe Million Euro. Durchgeführt wird die Maßnahme von der Kulmbacher Firma ASK für die Brutto-Auftragssumme von 488 894 Euro.


Kommune zahlt zehn Prozent

Es ist ein immenser Betrag, von dem die unter Konsolidierungszwang stehende Kommune allerdings nur einen Bruchteil selber tragen muss. Exakt zehn Prozent. "Wir erhalten 90 Prozent Zuschuss über die Förderoffensive Nordostbayern und ÖPNV-Fördermittel des Freistaates Bayern", sagte Martin Bernreuther, nach dessen Worten der Busbahnhof schon im September zu Beginn des neuen Schuljahres eingeweiht werden soll. Die provisorische Lösung auf dem einstigen Bahnhofsgelände hätte dann nach Jahrzehnten ausgedient.


Ersatzpflanzungen vorgesehen

Die Einfahrt zum neuen Busbahnhof erfolgt an der alten Post in der Bahnhofstraße, die Ausfahrt nur in Richtung Kirschenallee. Für die Platzgestaltung sollen nur wenige Bäume weichen. Ersatzpflanzungen sind vorgesehen. Wie Bernreuther mitteilte, wird das Blumengeschäft Zoike, das sich im früheren Postgebäude befindet, am Standort bleiben.In den nun genannten Kosten sind die geplanten Bushäuschen noch nicht enthalten.

In der Sitzung des Gemeinderats wurde auch der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan "Kirschenallee I" verabschiedet. Dieser betrifft das Baugebiet auf dem früheren Müller-Bau-Gelände in der Kirschenallee, dessen Vermarktung Immobilienmakler Michael Ludwig aus Bad Mergentheim übernommen hat. 17 Parzellen stehen dort zur Verfügung.

Weitere Bauvorhaben standen am Montag auf der Tagesordnung. Die Eheleute Petra und Helmut Bär dürfen ihr Wohnhaus in Hutschdorf umbauen, die Eheleute Enno und Monika Frankenberger ihr Haus in Thurnau erweitern.


Neuer Kanal in Limmersdorf

Zu Kenntnis nahm das Gremium, dass Hans Schwender zwei Gebäude am Oberen Markt in Thurnau abreißen wird. Dieser hat die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis bereits erhalten.
Für 22 000 Euro wird die Kulmbacher Firma ASK in Limmersdorf zudem einen maroden Oberflächenwasser-Kanal erneuern.