Am Dienstag um 6 Uhr war es soweit: "Unnä Lädla" in Grafengehaig hat seine Türen zum ersten Mal geöffnet. Damit hat der Versorgungsnotstand in der Gemeinde endlich ein Ende, Tante Emma ist zurückgekehrt.
Für Bürgermeister Werner Burger war es kurz nach 6 Uhr ein besonderer Moment, als er die Tür zum Grafengehaiger "Lädla" gemeinsam mit Geschäftsführer Michael Laaber erstmals für die Kundschaft öffnete: "Nach eineinhalb Jahren, in denen wir diesen Laden in der Vorbereitung hatten, ist es einfach ein schöner Anblick und ein bewegender Moment."
Von 6 bis 18 Uhr geöffnetBei der Kundschaft, die schon kurz danach in den Laden kam, spürte man die Freude, endlich wieder eine Einkaufsmöglichkeit im Ort zu haben und zum Frühstück frische Brötchen holen zu können. Von 6 bis 18 Uhr ist der Dorfladen ab sofort jeden Wochentag geöffnet. Am Samstag ist um 13 Uhr Feierabend.
Während die ersten Grafengehaiger schon munter einkauften, herrschte noch hektische Betriebsamkeit hinter der Theke und ein klein wenig Lampenfieber beim Personal. Verkäuferin Madeleine Keil: "Natürlich ist man am ersten Tag etwas aufgeregt."
Zufriedener GeschäftsführerDerweil suchte Bürgermeister Werner Burger verzweifelt den Schalter für ein weiteres Lichtband im Laden. Das waren aber auch schon die einzigen Anlaufprobleme. Für Geschäftsführer Michael Laaber alles völlig normal: "Bei jeder Eröffnung gehören Startschwierigkeiten dazu. Wir mussten die letzten Tage auch mit einem gehörigen Termindruck kämpfen. Am Ende konnte aber jeder seinen Beitrag leisten, dass wir heute pünktlich starten konnten."
"Wir schonen auch die Umwelt" "Natürlich haben wir schon lange auf dieses Angebot gewartet. Unsere Gemeinde hat auf jeden Fall das Richtige gemacht. Außerdem sind wir ja fast alle beteiligt. Wir brauchen nicht mehr mit dem Auto durch die Gegend fahren, sondern wir schonen damit auch unsere Umwelt", sagte Annemarie Metzner als eine der ersten Kundinnen. Und Günther Söllner pflichtete ihr bei: "Ich finde es gut, dass es den Dorfladen gibt, denn unter der Woche waren hier die Einkaufsmöglichkeiten nicht mehr gegeben."