"Wer auf Franken und auf Gott vertraut, trinkt Leonhardor trüb gebraut." Mit diesem lockeren Spruch begrüßte Hansi Hümmer am Samstagabend die Gäste beim Starkbierfest der Königlich Privilegierten Schützengesellschaft Stadtsteinach, das gut besucht war.

Nachdem Stadtoberhaupt Roland Wolfrum (SPD) wie immer mit einem kräftigen Schlag der Bieranstich gelungen war, ließ sich das Publikum von den Protagonisten. Es ging Schlag auf Schlag. "Frankenrebell" Hansi Hümmer hatte sich Norbert Neugirg von der Altneihauser Feuerwehrkapell'n zum Vorbild genommen und die Gäste in Reimen begrüßt: "Es kamen heute, um mal aufzulisten, Leute, die gar nicht da sein müssten. Landrat Söllner ist bei anderen Gestalten, Gott sei Dank, dann kann er keine Rede halten", reimte er.


"Er segne seine Flüssigkeiten"

Auch das Stadtoberhaupt bekam sein Fett weg: "Wird in Stanich ein Furz gelassen, tut der Wolfrum eine Geschichte verfassen, dann wird es in Facebook reingestellt und der Stanicher Furz geht um die ganze Welt." Schließlich verteilte Hümmer ein großes Lob an die Privatbrauerei Schübel: "Der Himmel mag den Schübel leiden, er segne seine Flüssigkeiten. Trinkst Du Bier aus dem Schübel-Brauhaus, dann schaust Du viel gesünder aus."


1000 Liter Bier?

Für den ersten Höhepunkt sorgte das Geschwisterpaar Nicolas und Mona Isabelle Peter als "Ekrem und Aishe". Ekrem offenbarte sich als "spitzer Kandidat" für die nächste Kanzlerwahl und zwar für die neue Partei FBBBP, die Freie Bayerische Brauerinnen- und Brauer-Partei. Auch Glyphosat im Bier war ein Thema. Da es erst bei 1000 Litenr am Tag gesundheitlich bedenklich sei, sagte Ekrem zu Aishe: "Machst du dir keine Sorge. Wenn du würdest trinken tausend Liter am Tag, wäre das auch ohne Glyphosat gesundheitlich bedenklich."


Der Rat des "Franken"

Der "Franke" Werner Reißaus wünschte den Gästen einen heiteren Abend: "Ihr sollt eich kronklachen, weil des soll nämlich gsund sa, hot zermindest mei Doktera gsocht." Aufgeregt hat er sich über die Verleihung des Frankenwürfels, der im letzten Jahr an drei Politiker ging. Danach soll der Franke witzig, wendig und widersprüchlich sein. Hier hätte Landrat Klaus Peter Söllner weitaus bessere Voraussetzungen gehabt, so der "Franke": "Er is, wenns sa muss, witzig und scho als ausgebildeter Rechtsverdreher vo Haus auf widersprüchlich. Bluß mit dem wendig hapert´s aweng."

In veränderter Formation trat das Duo "Mauser und Pinsler" auf. Für Mauser hatte Pinsler (Werner Reißaus) den Kevin (Nicolas Peter) aus Leipzig dabei. Beide befassten sich mit lokalen Ereignissen und erhielten vom Publikum großen Applaus.