Medi Bayreuth zeigte trotz Doppelbelastung aus BBL und Basketball Champions League eine starke Leistung im Bundesliga-Heimspiel gegen die Gießen 46ers: Medi gewann deutlich mit 96:75 (20:20, 24:30, 25:14, 27:11). Dabei war die Ausgangssituation nicht optimal: Zuletzt verlor die Mannschaft in der BBL gegen Jena und in Frankfurt. Robin Amaize fiel wegen einer Knöchelverletzung aus. John Cox ist weiterhin angeschlagen.
So hatte Medi zu Beginn der Partie auch einige Schwierigkeiten, drehte das Spiel aber im dritten Viertel. "Wir haben nach der Pause defensiv besser gespielt, das Tempo aus dem Gießener Spiel genommen und gut an der Dreierlinie verteidigt", beschreibt Trainer Raoul Korner die Stärken im Spiel seiner Mannschaft. Auch Gäste-Coach Ingo Freyer erkennt die Leistung der Bayreuther an: "Ein verdienter Sieg für Bayreuth. Medi war physischer und wir haben kein Mittel dagegen gefunden." Die ersten beiden Viertel führten allerdings die Hessen an.


BBL

Medi Bayreuth -
Gießen 46ers 96:75

Gießen startete mit viel Tempo in die Partie und erspielte sich bis zur siebten Minute einen 18:13-Vorsprung. Bis dahin warfen die Bayreuther noch zu ungenau. Nach einer Auszeit legte Medi einen 7:2-Zwischenspurt hin und kämpfte sich zum 20:20-Gleichstand in die erste Viertelpause.
Zu Beginn des zweiten Viertels setzten sich die Gäste erneut ab. Nach einem Dreier von Austin Hollins lagen sie mit 39:29 in Führung (17.). Mit viel Kampfgeist fanden die Bayreuther zurück ins Spiel und verkürzten zum 41:44-Zwischenstand (19.). Mit Treffsicherheit aus der Distanz erhöhte Gießen im Anschluss aber auf eine 50:44-Halbzeitführung.
Mit viel Leidenschaft startete Medi ins dritte Viertel, während die Gäste-Schlüsselspieler Hollins (24.) bereits sein drittes Foul angerechnet bekam. Der überragende Bayreuther Center Assem Marei glich den Punktestand in der 25. Minute auf 53:53 aus.
Dann eroberte Nate Linhart mit sieben Punkten in Serie die Medi-Führung zurück (60:57, 27.). Mit einem Stand von 69:64 ging es in den Schlussabschnitt. Andreas Seiferth wurde in der 32. Minute von Hollins gefoult und verwandelte seinen Zusatzfreiwurf zur zweistelligen Medi-Führung (74:64, 33.). Wenig später war das Spiel für Hollins mit dem fünften Foul beendet. Nun übernahmen die Bayreuther und erhöhten Zug um Zug zum deutlichen 96:75-Sieg.
Medi Bayreuth: Robinson (13 Punkte), Cox (2), Linhart (13), Doreth (4), Seiferth (15), Wachalski (2), Brooks (9), York (14), Adler, Marei (24).
Gießen 46ers:
Agva (2), Pjanic, Landis (9), Davis (7), Okpara (dnp), Lischka (11), Hollins (14), Abrams (16), Manigat (2), Marin, Völler (1), Bryant (13).