Der 21-Jährige aus Eppenreuth bei Grafengehaig hatte sich vor allem in der Abfahrt ein Top-Ten-Ergebnis ausgerechnet. Die Leistungen in den Trainingsfahrten (Plätze 17 und 10) stimmten, die Startnummer 5 war vielversprechend. "Ich hatte das ganze Jahr auf dieses Rennen hintrainiert", sagte Schramm. Doch er machte sich zu viel Druck, denn es folgte eine Fahrt zum Vergessen. Nach einem Fahrfehler war das Abfahrtsrennen für ihn vorzeitig beendet. "Ich war bereits am Start zu nervös und verkrampft. Das konnte ich während des Rennens nicht ablegen und habe Fehler gemacht, die mir sonst nicht passieren." Schramm hatte beim Sieg von Alexis Monney (Schweiz) eine "sehr große Enttäuschung " erlebt.

Konzentriert und locker im Super-G

Doch es gab ja noch den Super-G am Tag darauf. Die engen Torabstände und die drehende Kurssetzung waren eigentlich nicht nach dem Geschmack des Eppenreuthers. Zudem war die Piste schon mitgenommen, als er mit Nummer 29 an den Start ging.

"Ich habe das Rennen auf dem sehr schweren Kurs mehr als Trainingslauf gesehen", sagte Schramm - und genau diese Mischung aus Lockerheit und hoher Konzentration waren wohl sein Erfolgsgeheimnis. Als er die Ziellinie überquert hatte, lag er auf dem sechsten Platz. Und obwohl ihn anschließend noch zwei Fahrer auf Rang 8 nach hinten schoben, fiel Schramms Fazit positiv aus: "Mit diesem Rennen und der Platzierung bin ich zufrieden."

Als bestplatzierter Deutscher trennten ihn 1,30 Sekunden von Sieger Stefan Rieser. Der Österreicher gewann vor Landsmann Armin Dornnauer (+0,51) und dem Schweizer Yannick Chabloz (+0,54).

Kombination am Dienstag

Zum Abschluss der Junioren-WM steht für Schramm am Dienstag noch die Alpine Kombination auf dem Programm. Hier rechnet er sich, Schramm hat kaum Slalom trainiert, aber keine große Chancen aus: "Für mich geht es hier vor allem darum, noch ein paar Weltranglistenpunkte mitzunehmen."