Der Thurnauer Christoph Lauterbach von der SGB Stadtsteinach hat beim Zugspitz-Ultratrail auf der Supertrailstrecke über 60,7 Kilometer und 3000 Höhenmeter den glänzenden 7. Platz belegt. Auf Rang 2 fehlten dem 22-Jährigen nur vier Minuten.

Das Wettersteingebirge mit der Zugspitze war Schauplatz des bedeutendsten Ultratrails Deutschlands. Zur bereits vierten Austragung versammelten sich 2013 Ausdauersportler aus 46 Nationen am Fuße der Zugspitze in Grainau, was zugleich einen neuen Teilnehmerrekord bedeutete.

Die Athleten konnten aus vier verschiedenen Strecken wählen, deren gemeinsames Ziel Grainau war: Der Basetrail über 36 Kilometer (1900 Höhenmeter), der Supertrail über 60,7 Kilometer (3000), der Supertrail XL über 79,3 Kilometer (4200) sowie die Königsstrecke, der Ultratrail mit 100 Kilometern und 5600 Höhenmetern im Aufstieg. Dabei musste das komplette Wettersteingebirge umrundet werden.

3000 Meter rauf, 3400 runter

Der Thurnauer Christoph Lauterbach, der für die SGB Stadtsteinach startet, nahm die Supertraildistanz nach Grainau in Angriff. Auf der 60,7 Kilometer langen Strecke sind 3000 Höhenmeter im Aufstieg sowie 3400 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen. Außerdem ist das Mitführen einer vorgeschriebenen Ausrüstung verpflichtend für die Teilnehmer. Dazu zählen Regenjacke, warme Oberbekleidung, lange Hose, Mütze, Handschuhe, mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit, Kartenmaterial sowie ein Erste-Hilfe-Set mit Rettungsdecke. Weitere Verpflegung ist aufgrund der Entfernung zwischen den Versorgungsstationen ebenso empfehlenswert wie Stöcke als Unterstützung für die Auf- und Abstiege.

Durch die Geisterklamm

Nach dem Start bei bestem Wetter in Leutasch (1106 Meter) wurde die Kondition der 386 Athleten nach einer kurzen Einlaufphase am Anstieg zum Scharnitzjoch (2048 Meter) gleich auf die Probe gestellt. Nach einem anschließenden langen Abstieg führte die Strecke durch die Leutascher Geisterklamm nach Mittenwald und weiter vorbei am Ferchensee ins Reintal mit der Partnach.

Es folgte der knackigste Teil der Strecke, der schier endlos scheinende Anstieg zum Osterfelderkopf (2029 Meter) über 1000 Höhenmeter, verteilt auf sieben Kilometer. Oben angekommen, wartete auf die Läufer der technisch anspruchsvolle Abstieg über den Jägersteig hinunter ins Ziel nach Grainau. Christoph Lauterbach bewältigte die Strecke in 6:59:09 Stunden und hatte damit lediglich vier Minuten Rückstand auf den Zweitplatzierten. Den Sieg sicherte sich Martin Schedler mit einer Zeit von 6:41:54 Stunden.

Die schnellste Dame war Eva Färberböck in 7:52:16. Entschädigend für die Strapazen war die herrliche Szenerie der Bergwelt, die sich den Teilnehmern dank traumhafter Witterungsbedingungen an diesem Tag bot.

Ein Streckenrekord

Über die Distanz von 100 Kilometern siegte der in der Schweiz lebende Radolfzeller Stephan Hugenschmidt, der mit einer phänomenalen Zeit von 10:36:50 Stunden den Streckenrekord um fast 20 Minuten verbesserte.
Bei den Frauen gewann Anne-Marie Flammersfeld aus St. Moritz in 13:53:21 Stunden.