Da schaut sich eine Freundin in einer Modekette nach einer Ski-Jacke um und wird schnell an einem "Ausverkauf"-Ständer fündig. Ihr Pech: Während allen anderen Jacken reduziert sind, fehlte an "ihrer" das Preisnachlass-Schild. 80 Euro soll sie noch berappen. "So ein Mist", denkt sie sich und spricht die Verkäuferin an, die - welch Wunder - umgehend den 25-prozentigen Nachlass gewährt. "60 Euro sind o.K.", sagt sich die Freundin, wird beim Gang zur Kasse dann aber von der Mitarbeiterin ausgebremst. "Wenn Sie weitere vier Artikel kaufen, bekommen Sie auf die Jacke noch mal 50 Prozent Rabatt", sagt die Verkäuferin und macht ihr so den erneuten Gang entlang der Verkaufsständer schmackhaft. Mit vier paar Socken für zehn Euro im Einkaufskorb geht's wenig später dann zum Zahlen. 40 Euro wird sie los, die Jacke selbst kostet jetzt gerade mal noch 30 Euro.

Was wir aus der Geschichte lernen? Die Preisschlacht ist aberwitzig, kennt im Schlussverkauf keine Grenzen. Was wir ahnen? Selbst bei 30 Euro macht die Kette sicher noch reichlich Gewinn. Produziert wurde das schöne Stück nämlich in Asien. Zu Billiglöhnen, von Arbeitern, die von einem Gewinn nur träumen können.