Alina Backhaus:

In dem dunklen, kaltnassen Kellergewölbe war nichts zu hören, außer mein zittriger Atem. Ich nahm wahr, wie die Klinge der Axt meines Mörders auf dem Boden schleifte und immer näher kam. Seine schweren Stiefel ließen einen dumpfen Schlag nach dem anderen erklingen. Ich musste nachdenken, jedoch konnte ich mich nicht mehr genau an sein scheußliches Gesicht erinnern. Das Einzige, an was ich mich erinnern konnte, war sein markantes Tattoo. Es war gefleckt, überall auf seinen Armen verteilt. Das Geräusch wurde deutlicher, es kam näher. Vielleicht bildete ich es mir nur ein, als ich in der Ferne eine Alarmanlage hörte. Die Schritte meines Mörders wurden schneller und er schien fast bei mir zu sein. Da stand er direkt vor mir, sah mir tief in die Augen und holte weit mit der Axt aus. Das warme Blut spritze an die feuchten, sandigen Kellerwände. Er zerlegte meinen Körper mit einem befriedigenden Grinsen im Gesicht. Ich wunderte mich, warum ich keinen Schmerz wahrnahm, als mir klar wurde, dass ich schon tot war. Ich war der Zuschauer meiner eigenen Hinrichtung.